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News 2006

19. Dezember 2006 Energie Pflanzen (06/2006)

Richtfest für 20 Megawatt aus 40 Biogasfermentern

Nichts für Bauern ist die Größenordnung, mit der die Nawaro BioEnergie ihre Biogasanlagen projektiert. Finanziert aus Fonds sucht sie sich Standorte mit guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und greift für ihre Anlagen auf bewährte Technik zurück

Energie Pflanzen, 06/2006: img01.jpg

18. Dezember 2006 Lausitzer Rundschau

Biomasse-Anlage wäre ein Segen

Während der Gemeindevertretersitzung von Neiße-Malxetal berichteten Bürgermeister Eberhard Müller und Amtsdirektor Werner Guckenberger über ihre Eindrücke während der Fahrt nach Penkun in Mecklenburg-Vorpommern. Dort baut die NAWARO BioEnergie AG gegenwärtig ihre erste 20 MW-Biomasseanlage. Eine solche ist auch im Econa Park auf dem Gelände des Point 36 geplant.

Das LKW-Verkehrsaufkommen in Preschen sei in ähnlicher Höhe wie in Penkun zu erwarten. Allerdings sei die nächste unmittelbare Ortschaft zum Standort in Mecklenburg-Vorpommern 1,5 Kilometer entfernt, schränkte Eberhard Müller ein. Auch Geruchsbelästigungen habe er nicht bemerken können, so Müller. Nur in unmittelbarer Nähe der Anlage sei ein “torfähnlicher Geruch” festzustellen.

Die Landwirte aus der Region um Penkun, die selbst kleinere Biomasse-Anlagen betrieben, jedoch nicht deren Eigentümer waren, sahen dem Vorhaben zu Beginn eher misstrauisch entgegen. Sie seien jedoch trotzdem in der Lage, die größere Anlage mit Biomasse zu beliefern. Vom Bauvorhaben hätten vor allem die örtlichen profitiert. Nur die Betonbauelemente seien aus den alten Bundesländern geliefert worden, erfuhr Eberhard Müller in Penkun.

Wären die mitfahrenden Bauern aus der Lausitz anfangs skeptisch gewesen, so habe sich dies auf der Rückfahrt ins Gegenteil gekehrt. Die polnischen Landwirte hätten der Idee von Anfang an positiv gegenübergestanden. Dies bestätigte auch Amtsdirektor Werner Guckenberger. Dort gebe es jedoch “andere Böden und erheblich mehr Niederschläge”, betonte er. “So eine Anlage wäre angesichts der Arbeitslosenzahlen ein Segen für uns”, so Guckenberger.

Wie die Gemeindevertreter rechnet er fest damit, dass der Kreis bei einer Realisierung des Vorhabens für die Spezialtransporter eine Anbindung an die B115 schafft. Etwa 300.000 Tonnen Maissilage benötige die Anlage jährlich. Das entspreche einem täglichen Verkehrsaufkommen von sieben Fahrzeugen, hieß es. Die Fahrtroute werde den Spediteuren durch den Betreiber vorgeschrieben.

Lausitzer Rundschau, 18.12.2006: img01.jpg

15. Dezember 2006 NAWARO® BioEnergie AG

Zukunft NAWARO®

Der NAWARO® BioEnergie Park »Klarsee« in Krackow/Penkun (Mecklenburg-Vorpommern) erzeugt Strom und Wärme aus nachwachsenden Rohstoffen.

NAWARO® BioEnergie AG, 15.12.2006: img01.jpg

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6. Dezember 2006 Sächsische Zeitung

Auf den Spuren schneller Maschinen

Forst. Wo sich einst der Abfangjäger MiG-29 in die Lüfte erhob, soll jetzt ein riesiger Bio-Park entstehen.

Bernhard Schröder schwingt sich für uns in Gedanken noch einmal in das Cockpit einer MiG 29. Für den einstigen Staffelkommandeur des NVA Jagdgeschwaders 3 (JG-3) auf dem Flugplatz Preschen bei Forst (Spree-Neiße) ist das überhaupt kein Problem. Der 55-jährige Pilot saß seit 1971 am Steuerknüppel der schnellsten Militärmaschinen “Ich bin alle MiG Typen geflogen”, erzählt der Mann aus Forst. Dazu gehörten die MiG-15, -17, -19 und -21 bis zur legendären MiG-29. An seinen letzten Flug mit einer MiG-29 in Preschen erinnert er sich noch genau. Es war am 28. Februar 1991. “Nach dem Anlassen wurde die Maschine elektronisch überprüft und dann, wie immer, vom Techniker zum Start freigegeben”, berichtet Schröder. Danach ging die MiG-29 ab wie eine Rakete. Sie schnellte von der Startbahn senkrecht in einem Winkel von 85 bis 90 Grad in die Luft.

Rund 250 Stunden ist er mit dem zur damaligen Zeit modernsten Frontjagdflugzeug geflogen. Mit zweifacher Schallgeschwindigkeit konnte es eine Entfernung bis zu 1500 Kilometern erreichen und mit dem speziellen Helmvisier für die Piloten sogar zielsicher Raketen auf feindliche Flugziele abfeuern.

Nur noch Erinnerungen

“Das ist alles schon lange Geschichte”, erinnert sich auch der ehemalige MiG Pilot Eugen Rudolph aus Groß Schacksdorf. Gemeinsam mit Reiner Kiesel aus Hoyerswerda hat er die Entwicklung des Flugplatzes Preschen vom Segelflugplatz im Jahr 1934 bis zur endgültigen Schließung 1994 in einem Buch beschrieben. “Von der MiG-19 bis zur MiG-29” heißt die Edition. Sie schildert unter anderem die Nutzung des sieben Quadratkilometer großen Flugplatzes durch die deutsche Luftwaffe, die Russen und die NVA bis zur Übernahme des Jagdgeschwaders 3 als Erprobungsgeschwader in die Bundeswehr und die Verlegung der 24 MiG-29-Maschinen nach Laage (Mecklenburg-Vorpommern). “Damit war hier endgültig Schluss mit der Fliegerei”, sagte der 66-jährige MiG-Pilot und Buchautor Eugen Rudolph der SZ.

Weg von der grünen Wiese

“Wo einst die schnellen Abfangjäger in die Lüfte schnellten, soll jetzt ein riesiger Bio-Park entstehen”, erklärt Geschäftsführer Hans-Joachim Wilhelm von der Point 36 Development GmbH. Seit zwölf Jahren bemüht sich der neue Besitzer des einstigen Militärflugplatzes um eine Nachnutzung der riesigen Flächen in Preschen bei Groß Schacksdorf. Das Motto lautet “Von der grünen Wiese zu einem modernen Industriestandort”, umreißt der 55-jährige Geschäftsführer die Geschäftsidee. Unter der Regie von “Point 36” seien dann in vergangenen Jahren bei der Umgestaltung des Flugplatzes zu einem Euro-Trans Logistik-Zentrum mehrere Dienstleistungsunternehmen mit nahezu 100 Arbeitsplätzen auf dem Flugplatz Preschen entstanden. “Mit einem Bio-Park und vielleicht 30 bis 60 neuen Arbeitsplätzen wollen wir jetzt zum großen Schlag ausholen”, erklärte Hans-Joachim Wilhelm.

Unmittelbar hinter der Vorstartlinie auf dem Flugplatz Preschen, wo die Armada der MiG-29 am letzten Flugtag des Geschwaders im Bestand der Luftstreitkräfte am 27. September 1990 zur Abschlussparade angetreten war, sollen künftig über 40 Einzelanlagen einer riesigen Biomasseanlage stehen. Die Nawaro BioEnergie AG als künftiger Betreiber will hier rund 84 Millionen Euro in ein Biogas-Kraftwerk mit einer Stromleistung von 20 Megawatt und eine angeschlossene Düngemittelfabrik investieren. Außerdem sollen zwei Solar-Kraftwerke mit Leistungen von zehn und 15 MW und ein “Econo Park” für erneuerbare Energien entstehen.

Endlich neue Arbeitsplätze

Für das Biogas-Kraftwerk werden pro Jahr etwa 300000 Tonnen Mais-Silage, 20 000 Tonnen Getreide sowie 60 000 Tonnen Schweine- oder Rinder-Gülle benötigt. Das “Kraftwerksfutter” wollen die einheimischen Landwirte liefern. “Auch die Zulieferung von Hühnermist aus der nahe gelegenen Hühnerfarm in Roggosen wird geprüft”, sagte Nawaro-Geschäftsführer Felix Hess. Die fliegerischen Zeitzeugen freuen sich über die großen Zukunftsvorhaben auf dem Flugplatz Preschen. “Von der Absicht eines großen Biomasse-Parks sind wir sehr angetan”, sagten die ehemaligen MiG-Piloten Eugen Rudolph und Bernhard Schröder der SZ. “Endlich passiert hier etwas für die Region und für neue Arbeitsplätze.”

2. Dezember 2006 Ökonews.at

Nawaro baut weltgrößtes Biomasse-Kraftwerk in Penkun

In Leipzig ging gerade das erste Modul eines modernen, industriell betriebenen Biomasse-Kraftwerks ans Netz.

Die Zukunft stinkt nicht. Die Zukunft hat in Penkun in Mecklenburg-Vorpommern schon begonnen. Dort ging gerade das erste Modul eines modernen, industriell betriebenen Biomasse-Kraftwerks ans Netz. Es ist das Pionier-Projekt einer Firma, die 2005 in Leipzig gegründet wurde und ihren Sitz im Waldstraßenviertel hat: Liviastraße 8. Ein altes, gepflegtes Bürgerhaus mit Blick auf die Bäume des Rosentals. „Leipzig war für uns erste Wahl“, sagt Dr. Balthasar Schramm.

Schramm ist Vorstandsvorsitzender der Nawaro Bioenergie AG und hat als Manager bei Sony gezeigt, wie man neue Produkte im Europa-Geschäft vermarktet. Gemeinsam mit Felix Hess gründete er vor einem Jahr Nawaro, als klar wurde, dass die Bundesregierung ihr Vorhaben tatsächlich wahr machte, auch aus Biomasse gewonnene Energie genauso vergüten zu lassen wie zuvor schon Strom aus Solar- und Windkraftanlagen.

Die Biomasseanlagen mussten nicht neu erfunden werden. Einige kleinere Gemeinden in Deutschland versorgen sich schon heute komplett mit der Energie aus eigenen Anlagen, sind nicht mehr auf die Lieferungen der großen Netzbetreiber angewiesen und haben sich abgekoppelt vom Treiben der Welt-Energie-Märkte. Bislang aber fehlte der entscheidende Schritt: Aus der dörflichen „Kleinproduktion“ eine industrielle Energiegewinnung zu machen.

Das Knowhow brachte Felix Hess mit in die Firma. Sein Fachgebiet ist die Entwicklung industrieller Produktionsabläufe. Und es brauchte kein Jahr, die längst bekannten Technologien serienreif zu machen für eine Großproduktion, deren Schauplatz ab jetzt der deutsche Osten ist. „Das war für uns die Ausgangslage“, sagt Balthasar Schramm. „Wir wollten hierher. Hier ist der Bedarf. Und hier sind auch alle Voraussetzungen, die wir brauchen, zuallererst Produzenten, die in der Lage sind, uns die nötige Biomasse zur Verfügung zu stellen.“

230.000 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche befinden sich im direkten Umkreis des Bioenergieparks „Klarsee“ bei Penkun. „Es war überhaupt kein Problem, in allernächster Nähe Vertragspartner zu binden, die uns langfristig versorgen“, sagt Schramm. „Das ist nicht nur für uns wichtig. Das schafft auch für die Bauern Sicherheit. Die Subventionen der EU schmelzen drstisch ab. Wir bieten den Landwirten eine neue, lukrative Einnahmemöglichkeit, die sich auch rechnet. Dazu kommt allein in Penkun, dass wir dort 50 krisenfeste Arbeitsplätze schaffen können.“

Bis Mitte 2007 sollen 40 genormte Module allein in Penkun ans Netz gehen. Die Netzbetreiber, so Schramm, hätten mit dieser neuen Form alternativer Energiegewinnung nicht mehr die Bauchschmerzen, die Solar- und Windenergie in Deutschland immer zum Problem machen. Wind- und Solarenergie sind wetterabhängig und nicht kalkulierbar. „Die Stromanbieter haben immer das Problem, dass sie für beide Energiearten in gleicher Größenordnung Reserven in konventioneller Energieerzeugung bereit halten müssen. Wenn die Sonne nicht scheint oder der Wind nicht weht, muss irgendwo ein Kernkraftwerk hochgefahren werden, um die entstehende Lücke aufzufangen. Dieses Problem gibt es mit Bioenergie nicht mehr.“

Mit dem Bioenergiepark „Klarsee“ geht erstmals ein Biomassekraftwerk ans Netz, das zuverlässig Strom in industrieller Größenordnung produziert: 20 Megawattstunden werden es sein, wenn Mitte 2007 alle Module laufen. „Damit kann man 46.000 Haushalte versorgen“, sagt Schramm. „Das ist schon eine Kleinstadt. Zehn solcher Energieparks würden ein kleines Kernkraftwerk ersetzen. Sie würden aber auch eine Großstadt wie Leipzig versorgen können.“

Aber auch wenn Nawaro Leipzig zum Firmensitz gemacht hat – sächsische Projekte sind noch Zukunftsvision. Die nächsten Energieparks werden in Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Schleswig-Holstein entstehen. Und: Sie werden nicht stinken. „Das ist ebenfalls neu bei unserer Technologie“, so der Vorstandsvorsitzende. „Wir haben es geschafft, einen völlig geschlossenen Stoffkreislauf zu entwickeln, bei dem keine unangenehmen Gerüche entweichen. Was aus der Anlage kommt am Ende, sind klares Wasser und ein Substrat, aus dem man hochwertigen Bio-Depot-Dünger gewinnen kann, der besonders im Bio-Gartenbau gebraucht wird, oder Maisstroh-Pellets, mit denen man dann wieder umweltschonend heizen kann.“

80 Millionen Euro investiert Nawaro in das Projekt in Penkun. „Investitionen übrigens“, so Schramm, „die wir allesamt in der Region vergeben. Auch der Firmensitz der Nawaro BioEnergiePark „Klarsee“ GmbH wird in Penkun sein, genauso wie der des Nawaro BioDüngerWerks „Klarsee“. „Die Steuern werden vor Ort gezahlt. Die Region profitiert also auf allen Ebenen von unserem Projekt“, sagt Schramm. „Und das wollen wir überall so halten. Das ist eine Riesenchance für Gegenden, die sonst immer nur weit vom Schuss liegen.“

Was sich da abzeichnet, ist ein Netz aus vielen kleineren Kraftwerken im ganzen Land, die sich aus den nachwachsenden Rohstoffen vor Ort versorgen. Mindestens 20 Prozent des deutschen Energiebedarfs könnten nach Schätzungen bis 2020 (in anderen Varianten bis 2030) aus Biomasse erzeugt werden.

„Der große Vorteil sind nicht nur die dezentralen Strukturen, die großflächige Stromausfälle dann fast unmöglich machen“, sagt Balthasar Schramm. „Noch viel elementarer ist die Unabhängigkeit von Energieimporten. Denn was vielen Leuten gar nicht bewusst ist, ist doch der hohe Grad an Erpressbarkeit, der bis auf die deutsche Außenpolitik durchschlägt. Wir haben es nicht nur mit ständig steigenden Energiepreisen zu tun, die jedermann in diesem Land zahlen muss. Wir zahlen auch einen hohen politischen Preis dafür, dass wir vom Erdöl aus Nahost und vom russischen Erdgas abhängig sind.“

Nachwachsende Rohstoffe sind eine oft unterschätzte Möglichkeit, die Abhängigkeiten deutlich zu reduzieren. Die kleine, aber emsig wachsende Firma hat sie deshalb auch im Namen: NAchWAchsende ROhstoffe. Mal sehen, wann ihr erster Energiepark vor den Toren Leipzigs entsteht.

Der Artikel bei Ökonews.at

28. November 2006 Pressemitteilung

Weltgrößtes Biogas-Kraftwerk ans Stromnetz gegangen

Das weltgrößte Biogas-Kraftwerk ist am Netz. Heute wurde in Penkun in Mecklenburg-Vorpommern der symbolische „Schalter umgelegt“. Seitdem wird der aus Biogas erzeugte Strom des ersten BioEnergie Parks der NAWARO BioEnergie AG ins öffentliche Stromnetz der Vattenfall AG eingespeist. Damit beginnt ein neues Kapitel für die erneuerbaren Energien in Deutschland: Erstmals wird Biogas in industriellem Maßstab zur Erzeugung von Grundlaststrom genutzt.

„Die Aufschaltung ist ein Meilenstein für die erneuerbaren Energien in Deutschland“, erklärte Dr. Balthasar Schramm, Vorsitzender des Vorstandes der NAWARO BioEnergie AG, die in das erste Biogaskraftwerk im industriellen Maßstab nahe der polnischen Grenze rund 80 Millionen Euro investiert hat. Das aus 40 Modulen bestehende Kraftwerk liefert völlig CO2-neutral Biomasse-Strom in neuer Dimension: Wenn im Sommer 2007 alle Module ans Netz geschaltet sind, wird der NAWARO BioEnergie Park eine Gesamtleistung von 20 Megawatt liefern – genug, um eine Kleinstadt mit Strom zu versorgen.
Gundlastfähiger Strom ohne Leistungsschwankungen

Die Erzeugung ist so exakt regelund steuerbar wie in konventionellen Kraftwerken. Wir können konstant grundlastfähigen Strom ohne Leistungsschwankungen in die Netze einspeisen. Das macht uns auch zum bevorzugten Partner der Netzbetreiber“, erklärt Felix Hess, Vorstand und Mitgründer des Unternehmens mit Sitz in Leipzig. Entsprechend problemlos waren auch die Verhandlungen mit dem Netzbetreiber Vattenfall AG im Vorfeld der Aufschaltung des ersten Kraftwerks verlaufen.

Wie andere Formen erneuerbarer Energien, wird der NAWARO-Strom aufgrund des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) durch die Netzbetreiber vergütet. „Das EEG hat uns die Entwicklung dieses einzigartig umweltfreundlichen Modells der Stromerzeugung auf Grundlage von Biogas ermöglicht“, erläutert dazu Felix Hess.

Zudem hat das Unternehmen den zum Patent angemeldeten NAWARO Kreislauf entwickelt: Zu jedem Kraftwerk gehört eine Düngemittelproduktion, die das bei der Vergärung der Biomasse zu Biogas entstehende Restsubstrat zu hochwertigem Depotdünger verarbeitet. Damit werden sämtliche entstehenden Reststoffe verwertet. Das patentierte Verfahren verhindert dabei jede Geruchsbelästigung und optimiert die Ökobilanz des NAWARO Kreislaufs. Die Düngemittelproduktion in Penkun wird im Frühjahr 2007 den Betrieb aufnehmen.
„Unverzichtbarer Bestandteil eines nachhaltigen Energiemixes“

Für Dr. Balthasar Schramm hat die Zukunft der Biomasse-Verstromung in Deutschland erst begonnen: „Die gesellschaftliche und politische Debatte um die Zukunft unserer Energieversorgung macht immer deutlicher, dass es ohne die Erneuerbaren nicht mehr gehen wird. Unser Projekt zeigt, wie viel Potenzial in Biogas steckt, wenn man es konsequent industriell nutzt. Biomasse ist daher ein unverzichtbarer Bestandteil eines nachhaltigen Energiemixes für Deutschland.“

Tatsächlich könnte bis 2020 nach Angaben des Fachverbands Biogas mindestens zehn Prozent des Primärenergiebedarfs in Deutschland auf der Grundlage von Biogas gewonnen werden. Dann würden rund 13 Prozent der – heute zum Teil brachliegenden – landwirtschaftlichen Anbaufläche in Deutschland für Energiepflanzen genutzt sein.
Große Chancen für ländliche Regionen

Die industrielle Nutzung von Biomasse benötigt Energiepflanzen in großen Mengen. Der erste NAWARO BioEnergie Park in Penkun verarbeitet pro Jahr rund 300.000 Tonnen Mais-Silage und 20.000 Tonnen Getreide. Damit entstehen in den Regionen rund um Biogas-Kraftwerke neue Absatzchancen für die Landwirtschaft. Außerdem entstehen an jedem NAWARO-Standort 60 Arbeitsplätze im Park sowie beim Transport der Energiepflanzen. Zudem profitieren Betriebe in der Region von zahlreichen Aufträgen bei Bau und Betrieb des 80 Millionen Euro-Projekts.

Das sind ganz wichtige Chancen gerade für die ländlichen Regionen in Ostdeutschland“, erläutert NAWARO-Vorstand Felix Hess. „Die Voraussetzungen für unser EnergiePark-Modell sind hier angesichts der hoch effizienten Landwirtschaft in den ostdeutschen Bundesländern ideal. Deshalb suchen wir auch intensiv nach weiteren Standorten und Partnern in der Landwirtschaft. Von dem Modell profitieren auch landwirtschaftliche Betriebe, die keine eigenen Investitionen in Biogasanlagen tätigen können. Mit NAWARO als Partner können auch sie am EEG partizipieren.“
Weiteres Kraftwerk in Brandenburg bereits in Planung

Ein zweiter Standort wird bereits geplant. In Jocksdorf im Brandenburgischen Spree-Neiße-Kreis soll ab 2007 das zweite NAWARO-Kraftwerk mit einer Gesamtleistung von 20 Megawatt entstehen. Die Gespräche mit Kommunalpolitik und regionaler Landwirtschaft laufen dazu bereits seit einigen Wochen. Darüber hinaus will die NAWARO BioEnergie AG in den nächsten Jahren zahlreiche weitere Biogas-Kraftwerke in Ost- und Norddeutschland errichten.

Fotoserie von der Aufschaltung

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28. November 2006 Finanznachrichten.de

Größte deutsche Biogasanlage am Netz – vollständig bis Mitte 2007

Das erste Modul der künftig leistungsstärksten deutschen Biogasanlage ist am Dienstag in der Nähe von Penkun an der deutsch-polnischen Grenze ans Netz gegangen. Bis Mitte 2007 soll die gesamte 20-Megawatt-Anlage Strom liefern, teilte die NAWARO Bioenergie AG (Leipzig) am Dienstag mit.

In der Penkuner Anlage sollen erstmals in industriellem Maßstab aus Mais, Gülle und Getreide Strom erzeugt und aus den Abfällen patentierter Dünger hergestellt werden. Laut NAWARO wird die 78 Millionen Euro teure Anlage “weltweit die größte ihrer Art sein.” Die Rohstoffe liefern Landwirte aus Polen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.

Die riesige Biogasanlage an der A 11 Berlin-Stettin (Szczecin) besteht aus 40 kreisrunden Modulen zu je 0,5 Megawatt, die gegen Einspeisevergütung Strom ins Energieversorger-Netz einspeisen. In solchen Anlagen werden Pflanzen zusammen mit Gülle in Fermentern vergoren. Dabei entsteht Biogas, das verbrannt wird. Daraus wird wie in anderen Kraftwerken Strom und Wärme gewonnen. In Penkun sollen jährlich 300.000 Tonnen Maissilage und 20 000 Tonnen Getreide verarbeitet werden. Die nächste Anlage dieser Größe soll ab 2007 im brandenburgischen Jocksdorf (Spree-Neiße-Kreis) gebaut werden, hieß es. Planungen gibt es auch für eine Anlage nahe Güstrow.

Der Artikel bei der Finanznachrichten.de

28. November 2006 Sachsen LB

Meilenstein für die erneuerbaren Energien

Wer die Autobahn A 11 Richtung Osten nach Szczecin fährt, erwartet eigentlich nur Heide links und rechts der Straße. Oder Getreidefelder, kleine Wäldchen, Schafherden wie auch jede Menge Greifvögel am Himmel. Hier in der Uckermark, so die Legende, ist die Zeit stehen geblieben, sagen sich Fuchs und Hase „Gute Nacht“.

Doch wer sich bei der Vorbeifahrt an Penkun umschaut, sieht Verblüffendes: Mitten in der Vergangenheit steht ein nagelneues Kraftwerk. Gebaut wurde es von der Leipziger NAWARO BioEnergie AG, die in das erste Biogaskraftwerk im industriellen Maßstab nahe der polnischen Grenze rund 80 Millionen Euro investiert hat. Am 28. November wurde nun der symbolische „Schalter umgelegt“. Seitdem wird der aus Biogas erzeugte Strom des ersten BioEnergie Parks der NAWARO ins öffentliche Stromnetz der Vattenfall AG eingespeist.

„Die Aufschaltung ist ein Meilenstein für die erneuerbaren Energien in Deutschland“, freut sich Vorstandsvorsitzender Dr. Balthasar Schramm im Interview mit sachsenlb.de. Denn einerseits liefert das aus 40 Modulen bestehende Kraftwerk völlig CO2-neutral Biomasse-Strom in neuer Dimension: Wenn im Sommer 2007 alle Module ans Netz geschaltet sind, wird der BioEnergie Park eine Gesamtleistung von 20 Megawatt liefern – genug, um eine Kleinstadt mit Strom zu versorgen. Andererseits – und als Folge dieser Größenordnung – liefert es grundlastfähigen Strom ohne Leistungsschwankungen. Die Erzeugung ist so exakt regel- und steuerbar wie in konventionellen Kraftwerken. „Das macht uns auch zum bevorzugten Partner der Netzbetreiber“, erklärt Felix Hess, Vorstand und Mitgründer des Unternehmens.

Hergestellt wird der ökologisch erzeugte Strom aus Maissilage und Gülle. Vertraglich langfristig gebundene Landwirte bauen für die Leipziger die energiereichen Pflanzen an, die in Penkun zu Biogas fermentiert werden. Aus dem gewonnenen Gas wird mit Hilfe der Kraft-Wärme-Kopplung Strom und Wärme erzeugt. Übrig bleiben neben der Energie Wasser und ein Restsubstrat, das zu hochwertigem Depotdünger weiterverarbeitet wird. Das patentierte Kreislauf-Verfahren verhindert jede Geruchsbelästigung und optimiert die Ökobilanz. Die Düngemittelproduktion in Penkun soll im Frühjahr 2007 den Betrieb aufnehmen. „Für Mais und Maissilage gibt es in der Region eine Anbau-Tradition“, begründet Schramm die Standortwahl. Zudem gebe es eine effiziente großflächige Landwirtschaft, die die Maissilage in bester Qualität produziert und über kurze Wege liefern könne.

Wie andere Formen erneuerbarer Energien, wird der Nawaro-Strom aufgrund des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) durch die Netzbetreiber vergütet. „Das EEG hat uns die Entwicklung dieses einzigartig umweltfreundlichen Modells der Stromerzeugung auf Grundlage von Biogas ermöglicht“, erläutert Hess. Für Schramm hat damit die Zukunft der Biomasse-Verstromung in Deutschland erst begonnen: „Ohne die Erneuerbaren wird in der Energieversorgung nichts mehr gehen. Unser Projekt zeigt, wie viel Potenzial in Biogas steckt, wenn man es konsequent industriell nutzt.“ Zudem entstehen 60 Arbeitsplätze allein im Park sowie beim Transport der Energiepflanzen.

Bis 2020 sollen nach Angaben des Fachverbands Biogas mindestens zehn Prozent des Primärenergiebedarfs in Deutschland auf der Grundlage von Biogas gewonnen werden. Dann würden rund 13 Prozent der – heute zum Teil brachliegenden – landwirtschaftlichen Anbaufläche in Deutschland für Energiepflanzen genutzt sein. Deshalb suche man, so Schramm, „intensiv nach weiteren Standorten und Partnern in der Landwirtschaft“. In Jocksdorf im brandenburgischen Spree-Neiße-Kreis wurde man schon fündig. Hier soll ab 2007 das zweite Kraftwerk mit einer Gesamtleistung von 20 Megawatt gebaut werden. Darüber hinaus will die NAWARO, was ausgeschrieben übrigens „nachwachsende Rohstoffe“ bedeutet, in den nächsten Jahren zahlreiche weitere Biogas-Kraftwerke in Ost- und Norddeutschland errichten.

Der Artikel bei der Sachsen LB

28. November 2006 Ostsee Zeitung

Biogasanlage in Penkun geht ans Netz

Das erste Modul der künftig leistungsstärksten deutschen Biogasanlage ist gestern in der Nähe von Penkun (Uecker-Randow) an der deutsch-polnischen Grenze ans Netz gegangen. Bis Mitte 2007 soll die gesamte 20-Megawatt-Anlage Strom liefern, teilte die Nawaro Bioenergie AG (Leipzig) mit.

In der Penkuner Anlage sollen erstmals in industriellem Maßstab aus Mais, Gülle und Getreide Strom erzeugt und aus den Abfällen patentierter Dünger hergestellt werden. Laut Nawaro wird die 78 Millionen Euro teure Anlage “weltweit die größte ihrer Art sein”. Die Rohstoffe liefern Landwirte aus Polen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.

27. November 2006 Leipziger Internet-Zeitung

Energiezukunft aus Leipzig: Nawaro baut weltgrößtes Biomasse-Kraftwerk in Penkun

Die Zukunft stinkt nicht. Die Zukunft hat in Penkun in Mecklenburg-Vorpommern schon begonnen. Dort ging gerade das erste Modul eines modernen, industriell betriebenen Biomasse-Kraftwerks ans Netz

Es ist das Pionier-Projekt einer Firma, die 2005 in Leipzig gegründet wurde und ihren Sitz im Waldstraßenviertel hat: Liviastraße 8. Ein altes, gepflegtes Bürgerhaus mit Blick auf die Bäume des Rosentals. „Leipzig war für uns erste Wahl“, sagt Dr. Balthasar Schramm.

Schramm ist Vorstandsvorsitzender der Nawaro Bioenergie AG und hat als Manager bei Sony gezeigt, wie man neue Produkte im Europa-Geschäft vermarktet. Gemeinsam mit Felix Hess gründete er vor einem Jahr Nawaro, als klar wurde, dass die Bundesregierung ihr Vorhaben tatsächlich wahr machte, auch aus Biomasse gewonnene Energie genauso vergüten zu lassen wie zuvor schon Strom aus Solar- und Windkraftanlagen.

Die Biomasseanlagen mussten nicht neu erfunden werden. Einige kleinere Gemeinden in Deutschland versorgen sich schon heute komplett mit der Energie aus eigenen Anlagen, sind nicht mehr auf die Lieferungen der großen Netzbetreiber angewiesen und haben sich abgekoppelt vom Treiben der Welt-Energie-Märkte. Bislang aber fehlte der entscheidende Schritt: Aus der dörflichen „Kleinproduktion“ eine industrielle Energiegewinnung zu machen.

Das Knowhow brachte Felix Hess mit in die Firma. Sein Fachgebiet ist die Entwicklung industrieller Produktionsabläufe. Und es brauchte kein Jahr, die längst bekannten Technologien serienreif zu machen für eine Großproduktion, deren Schauplatz ab jetzt der deutsche Osten ist. „Das war für uns die Ausgangslage“, sagt Balthasar Schramm. „Wir wollten hierher. Hier ist der Bedarf. Und hier sind auch alle Voraussetzungen, die wir brauchen, zuallererst Produzenten, die in der Lage sind, uns die nötige Biomasse zur Verfügung zu stellen.“

230.000 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche befinden sich im direkten Umkreis des Bioenergieparks „Klarsee“ bei Penkun. „Es war überhaupt kein Problem, in allernächster Nähe Vertragspartner zu binden, die uns langfristig versorgen“, sagt Schramm. „Das ist nicht nur für uns wichtig. Das schafft auch für die Bauern Sicherheit. Die Subventionen der EU schmelzen drstisch ab. Wir bieten den Landwirten eine neue, lukrative Einnahmemöglichkeit, die sich auch rechnet. Dazu kommt allein in Penkun, dass wir dort 50 krisenfeste Arbeitsplätze schaffen können.“

Bis Mitte 2007 sollen 40 genormte Module allein in Penkun ans Netz gehen. Die Netzbetreiber, so Schramm, hätten mit dieser neuen Form alternativer Energiegewinnung nicht mehr die Bauchschmerzen, die Solar- und Windenergie in Deutschland immer zum Problem machen. Wind- und Solarenergie sind wetterabhängig und nicht kalkulierbar. „Die Stromanbieter haben immer das Problem, dass sie für beide Energiearten in gleicher Größenordnung Reserven in konventioneller Energieerzeugung bereit halten müssen. Wenn die Sonne nicht scheint oder der Wind nicht weht, muss irgendwo ein Kernkraftwerk hochgefahren werden, um die entstehende Lücke aufzufangen. Dieses Problem gibt es mit Bioenergie nicht mehr.“

Mit dem Bioenergiepark „Klarsee“ geht erstmals ein Biomassekraftwerk ans Netz, das zuverlässig Strom in industrieller Größenordnung produziert: 20 Megawattstunden werden es sein, wenn Mitte 2007 alle Module laufen. „Damit kann man 46.000 Haushalte versorgen“, sagt Schramm. „Das ist schon eine Kleinstadt. Zehn solcher Energieparks würden ein kleines Kernkraftwerk ersetzen. Sie würden aber auch eine Großstadt wie Leipzig versorgen können.“

Aber auch wenn Nawaro Leipzig zum Firmensitz gemacht hat – sächsische Projekte sind noch Zukunftsvision. Die nächsten Energieparks werden in Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Schleswig-Holstein entstehen. Und: Sie werden nicht stinken. „Das ist ebenfalls neu bei unserer Technologie“, so der Vorstandsvorsitzende. „Wir haben es geschafft, einen völlig geschlossenen Stoffkreislauf zu entwickeln, bei dem keine unangenehmen Gerüche entweichen. Was aus der Anlage kommt am Ende, sind klares Wasser und ein Substrat, aus dem man hochwertigen Bio-Depot-Dünger gewinnen kann, der besonders im Bio-Gartenbau gebraucht wird, oder Maisstroh-Pellets, mit denen man dann wieder umweltschonend heizen kann.“

80 Millionen Euro investiert Nawaro in das Projekt in Penkun. „Investitionen übrigens“, so Schramm, „die wir allesamt in der Region vergeben. Auch der Firmensitz der Nawaro BioEnergiePark „Klarsee“ GmbH wird in Penkun sein, genauso wie der des Nawaro BioDüngerWerks „Klarsee“. „Die Steuern werden vor Ort gezahlt. Die Region profitiert also auf allen Ebenen von unserem Projekt“, sagt Schramm. „Und das wollen wir überall so halten. Das ist eine Riesenchance für Gegenden, die sonst immer nur weit vom Schuss liegen.“

Was sich da abzeichnet, ist ein Netz aus vielen kleineren Kraftwerken im ganzen Land, die sich aus den nachwachsenden Rohstoffen vor Ort versorgen. Mindestens 20 Prozent des deutschen Energiebedarfs könnten nach Schätzungen bis 2020 (in anderen Varianten bis 2030) aus Biomasse erzeugt werden.

„Der große Vorteil sind nicht nur die dezentralen Strukturen, die großflächige Stromausfälle dann fast unmöglich machen“, sagt Balthasar Schramm. „Noch viel elementarer ist die Unabhängigkeit von Energieimporten. Denn was vielen Leuten gar nicht bewusst ist, ist doch der hohe Grad an Erpressbarkeit, der bis auf die deutsche Außenpolitik durchschlägt. Wir haben es nicht nur mit ständig steigenden Energiepreisen zu tun, die jedermann in diesem Land zahlen muss. Wir zahlen auch einen hohen politischen Preis dafür, dass wir vom Erdöl aus Nahost und vom russischen Erdgas abhängig sind.“

Nachwachsende Rohstoffe sind eine oft unterschätzte Möglichkeit, die Abhängigkeiten deutlich zu reduzieren. Die kleine, aber emsig wachsende Firma hat sie deshalb auch im Namen: NAchWAchsende ROhstoffe. Mal sehen, wann ihr erster Energiepark vor den Toren Leipzigs entsteht.

Der Artikel bei LIZzy-Online

16. November 2006 mdr1 Radio Sachsen

Biomasse-Kraftwerk

Auf dem Flugplatz bei Groß Schacksdorf soll das weltweit größte Biomasse-Kraftwerk entstehen.

Nach eigenen Angaben will die Leipziger NAWARO BioEnergie AG 84 Millionen Euro in den Bioenergiepark investieren, zu dem auch eine Düngemittelfabrik gehören soll. Die benötigte Biomasse sollen Landwirte im Umkreis von 50 Kilometer liefern, also auch aus der Oberlausitz und Polen.

16. November 2006 Lausitzer Rundschau

Biopark Preschen sieht kein Genmais-Problem

Jährlich 300.000 Tonnen Maissilage braucht das 20-Megawatt-Biogaskraftwerk mit angeschlossener Düngermittelfabrik, das die Nawaro BioEnergie AG auf dem Gelände des ehemaligen Flugplatzes Preschen bei Groß Schacksdorf errichten will.

Liefern sollen die Biomasse einheimische Landwirte im Umkreis von etwa 50 Kilometern. Ein Radius, in dem unter anderem genveränderter Mais angebaut wird. Ein Problem für die Biopark-Betreiber?

“Nein, wenn der Mais von zugelassenen Anbauflächen stammt, hätten wir kein Problem, auch diesen anzukaufen”, sagt Nawaro-Vorstand Felix Hess. “Wir werden uns natürlich an die gesetzlichen Vorschriften halten.” Durch die Produktion des Bioparks sei die Nahrungskette des Menschen nicht berührt. Und auch wenn genveränderter Mais zu Dünger verarbeitet werde, bestehe nicht die Gefahr, dass die Genveränderung auf nachwachsende Pflanzen übertragen werde, meint Hess. Er bezieht sich darauf, dass heutige Maissorten in der Regel Hybriden sind, also ertragreichere Kreuzungen aus verschiedenen Arten, die dann selbst nicht mehr fortpflanzungsfähig sind.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland (BUND) warnt allerdings davor, ein bisher nicht einzuschätzendes Gefährdungspotential kleinzureden. “Ich kann nicht sagen, ob es eine Gefahr gibt, und wenn die Betreiber solcher Bioparks ehrlich sind, können sie es auch nicht”, sagt Axel Kruschat vom BUND Brandenburg. “Wir sind heute noch lange nicht ausreichend darüber informiert, wie der genetische Austausch funktioniert, wie er auf Organismen wirkt oder Nahrungsketten verändert. Das gilt auch, wenn genveränderter Mais als Dünger auf die Felder kommt.”

Dass der sogenannte Bt-Mais, in den das Gen eines Bakteriums eingebaut ist, nicht nur die ungewollten Schädlinge wie den Maiszünsler trifft, ist aber sicher. Das vom Bt-Mais produzierte Insektengift, töte auch heimische Schmetterlingsarten wie Schwalbenschwanz, Tagpfauenauge und den Kleinen Kohlweißling, informiert der BUND. Nach seinen Angaben sind in Brandenburg mittlerweile 443 Hektar Land zur Bewirtschaftung mit Genmais angemeldet. Das ist fast die Hälfte aller in Deutschland zugelassenen Genmais-Flächen. Zwischen 10 und 100 Hektar gibt es in den Landkreisen Märkisch-Oderland Uckermark, Oberhavel, Elbe-Elster und Spree-Neiße.

16. November 2006 Lausitzer Rundschau

Riesige Biomasseanlage auf Flugplatz Preschen geplant

Die Resonanz folgte postwendend – Nachdem am Montag der Bau eines Biogaskraftwerkes mit einer Stromleistung von 20 Megawatt ab Mai 2007 auf dem ehemaligen Flugplatz Preschen bei Groß Schacksdorf verkündet wurde, meldeten am Tag darauf bereits Landwirtschaftsbetriebe ihr Interesse an einem Liefervertrag für das Biomassekraftwerk an.

Wie Rüdiger Albert, Geschäftsführer der kreislichen Wirtschaftsförderung CIT in Guben, mitteilte, habe man zudem auch in Polen bereits mit gutem Erfolg für den Einstieg in die Biomasse-Produktion geworben. Planerisch, technisch und finanziell sei das Projekt soweit, dass mit dem Bau begonnen werde könne, schilderte Felix Hess von der Nawaro BioEnergie AG in einer Informationsrunde mit Landwirten aus dem Spree-Neiße-Kreis. Von ihnen hängt die Entscheidung für das Projekt unter anderem ab. Sie müssten durch langfristige Verträge eine konstante Belieferung der Anlage mit Biomasse sichern.

Immerhin werden die insgesamt sechs 20-MW-Biomassekraftwerke, die Nawaro derzeit in Deutschland plant oder schon baut, die bislang größten Anlagen der Welt sein. Das Groß Schacksdorfer Kraftwerk benötigt im Jahr etwa 300.000 Tonnen Mais-Silage, 20.000 Tonnen Getreide und 60 000 Tonnen Schweine- oder Rinder-Gülle. Wegen der Nähe zu Elego in Roggosen will Nawaro auch prüfen, ob sich Hühnermist ebenfalls für die Anlage verwerten lässt.

Geschlossener Kreislauf

Mit der Düngemittelfabrik im Hintergrund bietet das Unternehmen einen geschlossenen Energie- und Stoff-Kreislauf an. Wärme, die beim Stromerzeugungsprozess im Kraftwerk anfällt, wird zur Trocknung des Biomasse-Restsubstrats verwendet. Das wiederum soll, zu Pellets gepresst, als nährstoffreicher Dünger in den Handel gehen etwa 25 000 Tonnen im Jahr. Das Restsubstrat, versichert Hess, rieche nicht übel, “…vielleicht ein wenig torfig.” Auch das Kraftwerk arbeite frei von Geruchsimmissionen.

Weil es bei der geplanten Größenordnung ohne die Zulieferung von Landwirten im Umkreis von bis zu 50 Kilometern nicht wirtschaftlich funktionieren kann, baut Nawaro goldene Brücken, um das Geschäft auch für sie interessant zu machen. Über wenigstens zehn Jahre wird ein Festpreis garantiert, der je nach Trockensubstanz und Häcksellänge der Silage, zwischen 22 und 25 Euro pro Tonne liegt. Ein Teil des Geldes kann auch als Vorschuss gezahlt werden, um die Aussaat zu finanzieren. Nötige Investitionen wie Beregnungsanlagen, die helfen, den Ertrag zu steigern, will Nawaro gegebenenfalls selbst übernehmen.

Denn auch für die Anleger, die den Bau mit etwa 84 Millionen Euro finanzieren, soll sich das Geschäft lohnen. Den Geldgebern wird eine lukrative Rendite bei einem Umsatz von etwa 80 Millionen Euro im Jahr in Aussicht gestellt. Stromabnahme gesichert Das funktioniert, weil das Kraftwerk mit einer gesetzlich festgelegten Einspeisevergütung rechnen darf. Die Abnahme des produzierten Stroms durch enviaM sei bereits vereinbart, erklärte Nawaro-Experte Hess.

Auch die Region würde letztlich von der neuen Anlage profitieren. Steuerlich, weil die Betreibergesellschaft hier angemeldet werden soll. Und durch die Festanstellung von 25 bis 30 Arbeitskräften, die im Zweischichtsystem die Betriebsführung absichern.

16. November 2006 Nordkurier

Spree-Neiße: Biomasse-Kraftwerk in der Planung

Auf dem ehemaligen Flugplatz Preschen bei Groß Schacksdorf plant die Leipziger Nawaro Bioenergie nach einem Zeitungsbericht ein Biomasse-Kraftwerk.

Dafür sollen 84 Millionen Euro investiert werden, berichtet die Lausitzer Rundschau. Die für die Befeuerung benötigte Biomasse soll aus einem Umkreis von bis zu 50 Kilometern und damit auch aus Polen kommen. Geplant sei auch die Errichtung einer Düngemittelfabrik. Die Nawaro Bioenergie ist bereits in Penkun und Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern tätig.

16. November 2006 RBB

Mitschnitt Rundfunk Berlin-Brandenburg

Mitschnitt eines einminütigen Radioberichts über den geplanten BioEnergie Park auf dem ehemaligen Flugplatz Preschen bei Groß Schacksdorf mit Kurzinterview von Felix Hess.

Hier anhören (MP3-Format)

16. November 2006 mdr1 Radio Sachsen Regionalnachrichten

Biomasse-Kraftwerk

Auf dem Flugplatz bei Groß Schacksdorf soll das weltweit größte Biomasse-Kraftwerk entstehen.

Nach eigenen Angaben will die Leipziger Nawaro Bioenergie AG 84 Millionen Euro in den Bioenergiepark investieren, zu dem auch eine Düngemittelfabrik gehören soll. Die benötigte Biomasse sollen Landwirte im Umkreis von 50 Kilometer liefern, also auch aus der Oberlausitz und Polen.

15. November 2006 Lausitzer Rundschau

Weltgrößtes Bio-Kraftwerk auf Preschener Flugplatz geplant

Lausitzer Bauern sollen Biomasse-Bedarf decken. Mit einer Leistung von 20 Megawatt soll 2007 auf dem Gelände des ehemaligen Flugplatzes Preschen bei Groß Schacksdorf (Spree-Neiße) eines der bislang größten Biomassekraftwerke der Welt entstehen.

Voraussetzung für die 84 Millionen Euro teure Investition ist aber, dass sich im Umkreis bis zu 50 Kilometer um das Kraftwerk, also auch in Polen, genügend Landwirte finden, welche die benötigte Biomasse liefern. Das sind 300 000 Tonnen Mais-Silage, 20 000 Tonnen Getreide und 60 000 Tonnen Rinderund Schweinegülle im Jahr.

Zum Bioenergiepark soll eine Düngemittelfabrik gehören, die aus dem Biomasse-Restsubstrat jährlich 25 000 Tonnen Pellets produziert. Die Leipziger Nawaro Bioenergie AG will die Anlage mit 25 bis 30 Mitarbeitern im Schichtsystem betreiben.

15. November 2006 Lausitzer Rundschau

Riesige Biomasseanlage auf Flugplatz Preschen geplant

Landwirte sollen 20-MW-Kraftwerk und Düngerfabrik beliefern. Ein Biogaskraftwerk mit einer Stromleistung von 20 Megawatt könnte ab Mai 2007 auf dem ehemaligen Flugplatz Preschen bei Groß Schacksdorf entstehen.

Planerisch, technisch und finanziell sei man dann soweit, mit dem Bau zu beginnen, erklärte gestern Felix Hess von der Nawaro BioEnergie AG in einer Informationsrunde mit Landwirten aus dem Spree-Neiße-Kreis. Von ihnen hängt die Entscheidung für das Projekt unter anderem ab. Sie müssten durch langfristige Verträge eine konstante Belieferung der Anlage mit Biomasse sichern.

Immerhin werden die insgesamt sechs 20-MW-Biomassekraftwerke, die Nawaro derzeit in Deutschland plant oder schon baut, die bislang größten Anlagen der Welt sein. Das Groß Schacksdorfer Kraftwerk benötigt im Jahr etwa 300 000 Tonnen Mais-Silage, 20 000 Tonnen Getreide und 60 000 Tonnen Schweine oder Rinder-Gülle. Wegen der Nähe zu Elego in Roggosen will Nawaro auch prüfen, ob sich Hühnermist ebenfalls für die Anlage verwerten lässt.

Geschlossener Energie-Stoff-Kreislauf

Mit der Düngemittelfabrik im Hintergrund bietet das Unternehmen einen geschlossenen Energie- und Stoffkreislauf an. Wärme, die beim Stromerzeugungsprozess im Kraftwerk anfällt, wird zur Trocknung des BiomasseRestsubstrats verwendet. Das wiederum soll, zu Pellets gepresst, als nährstoffreicher Dünger in den Handel gehen etwa 25 000 Tonnen im Jahr. Das Restsubstrat, versichert Hess, rieche nicht übel, “…vielleicht ein wenig torfig.” Auch das Kraftwerk arbeite frei von Geruchsimmissionen.

Weil es bei der geplanten Größenordnung ohne die Zulieferung von Landwirten im Umkreis von bis zu 50 Kilometern nicht wirtschaftlich funktionieren kann, baut Nawaro goldene Brücken, um das Geschäft auch für sie interessant zu machen. Über wenigstens zehn Jahre wird ein Festpreis garantiert, der je nach Trockensubstanz und Häcksellänge der Silage, zwischen 22 und 25 Euro pro Tonne liegt. Ein Teil des Geldes kann auch als Vorschuss gezahlt werden, um die Aussaat zu finanzieren. Nötige Investitionen wie Beregnungsanlagen, die helfen, den Ertrag zu steigern, will Nawaro gegebenenfalls selbst übernehmen.

Denn auch für die Anleger, die den Bau der Anlage mit etwa 84 Millionen Euro finanzieren, soll sich das Geschäft lohnen. Den Geldgebern ist eine Rendite von elf Prozent bei einem Umsatz von etwa 80 Millionen Euro im Jahr in Aussicht gestellt. Das funktioniert, weil das Kraftwerk mit einer gesetzlich festgelegten Einspeisevergütung rechnen darf. Die Abnahme des produzierten Stroms durch enviaM sei bereits vereinbart, so Hess.

Auch die Region würde letztlich von der neuen Anlage profitieren. Steuerlich, weil die Betreibergesellschaft hier angemeldet werden soll. Und durch die Festanstellung von 25 bis 30 Arbeitskräften, die im Zweischichtsystem die Betriebsführung absichern.

Erstes Interesse bekundet

Wie Rüdiger Albert, Geschäftsführer der kreislichen Wirtschaftsförderung CIT in Guben, mitteilte, hätten nach der Informationsveranstaltung erste Landwirtschaftsbetriebe aus dem Kreis bereits gestern ihr Interesse an einem Liefervertrag für das Biomassekraftwerk angemeldet. Die CIT GmbH, die der Großinvestition in Schacksdorf maßgeblich den Weg bereitet hatte, habe auch in Polen bereits mit gutem Erfolg für den Einstieg in die Biomasse-Produktion geworben.

15. November 2006 RBB/LVZ

Biomasse-Kraftwerk geplant

Auf dem ehemaligen Flugplatz Preschen bei Groß Schacksdorf (Spree-Neiße) plant die Leipziger Nawaro Bioenergie nach einem Zeitungsbericht ein Biomasse-Kraftwerk.

Dafür sollen 84 Millionen Euro investiert werden, berichtet die “Lausitzer Rundschau” (Mittwoch). Die für die Befeuerung benötigte Biomasse aus Mais, Getreide, Rinder- und Schweinegülle soll aus einem Umkreis von bis zu 50 Kilometern und damit auch aus Polen kommen. Geplant sei auch die Errichtung einer Düngemittelfabrik. Die Nawaro Bioenergie ist bereits in Penkun (Uecker-Randow) und Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern tätig.

13. November 2006 SynErgie (Nr. 04/06)

Biogasanlagen auf dem Vormarsch – umweltfreundliche Energieerzeugung aus Biomasse

Die Stromerzeugung aus Biogas hat sich von einer Außenseiterrolle zu einem festen Bestandteil der Energieversorgung in Deutschland entwickelt. Durch die Erzeugung von Strom und Wärme aus Biogas anstatt konventionellen Kraftwerken wur den im Jahr 2005 bereits 2,5 Millionen Tonnen CO2 eingespart.

Nach Prognosen des Fachverbandes Biogase e.V. könnte sich diese Einsparung im Jahr 2020 auf jährlich 60 Millionen Tonnen erhöhen. Ende 2005 produzierten bundesweit 2700 Anlagen mit einer installierten Leistung von 630 MWel Strom und Wärme aus Biogas. Allein im Jahr 2005 wurden davon 600 neue Biogasanlagen in Betrieb genommen. Eines der größten Biogas-Kraftwerke entsteht zur Zeit bei Krackow im deutsch-polnischen Grenzgebiet. Die 20-MW Anlage mit eigenem Düngemittelwerk soll Ende 2007 fertig sein, wie der Leipziger Investor Nawaro BioEnergie AG mitteilt.

Biogas lässt sich durch die Vergärung von Gülle, Festmist und Pflanzenresten – also Biomasse – gewinnen. Im so genannten Fermenter oder Bioreaktor wird aus der Biomasse unter Luftabschluss mithilfe von Wärme und anaerober Bakterien Biogas erzeugt. Dieses besteht zum großen Teil aus Methan, das die Anlage zum Laufen bringt, und zu 25 bis 50 Prozent aus Kohlendioxid. Im Blockheizkraftwerk wird aus dem Biogas dann Strom und Wärme produziert.

Mehrwert für nachwachsende Rohstoffe
Während Biogas früher vor allem zur Versorgung von landwirtschaftlichen Betrieben diente, kann der daraus erzeugte Strom inzwischen auch in industriellem Maßstab verwertet und als Regelenergie in die Stromnetze eingespeist werden. Grundlage dafür bietet das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das mit seiner Novellierung im Jahr 2004 die Abnahme und die Vergütung des Stroms aus Biomasse durch die Netzbetreiber regelt. Die Vergütung für Strom aus Biogas beträgt bis zu 11,5 Cent pro Kilowattstunde (kWh) und erhöht sich um weitere 6 Cent pro kWh, wenn nur nachwachsende Rohstoffe eingesetzt werden. Immerhin stieg die Anbaufläche für nachwachsende Rohstoffe von 200.000 Hektar im Jahr 1993 auf 1.400.000 Hektar im Jahr 2005 an.

Auf Bundesebene werden Anlagen zur Gewinnung und Nutzung von Biogas aus Biomasse zur Stromerzeugung oder zur kombinierten Strom- und Wärmeerzeugung (Kraft-Wärme-Kopplung) gefördert. Näheres zum Marktanreizprogramm gibt es im Internet unter www.bafa.de.

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1. November 2006 Erneuerbare Energien

Weltgrößtes Biogaskraftwerk vor Fertigstellung

In Mecklenburg-Vorpommern steht das größte Biogaskraftwerk der Welt vor der Fertigstellung. Anfang November werden die ersten 40 Module ans Netz gehen.

Im Vollbetrieb sollen sie eine Leistung von 20 Megawatt erreichen. Betrieben wird die Anlage von der Nawaro BioEnergie Park “Klarsee” GmbH und der Nawaro BioDünger Werk “Klarsee” GmbH, beides Töchter der Leipziger Nawaro BioEnergie AG. Die Betreiber haben rund 80 Millionen Euro in das Pilotprojekt bei Penkun an der deutsch-polnischen Grenze investiert. Erstmals wird damit das bislang vor allem von landwirtschaftlichen Hofanlagen genutzte Verfahren in einem Kraftwerk in industriellem Maßstab genutzt.

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1. November 2006 Amtsblatt Löcknitz-Penkun

Bei uns in Mecklenburg-Vorpommern geht das weltgrößte Biogaskraftwerk ans Netz

Der NAWARO® BioEnergie Park »Klarsee« feierte am 6.Oktober 2006 mit über 1.000 Gästen Richtfest.

In Mecklenburg-Vorpommern steht das weltgrößte Biogaskraftwerk unmittelbar vor dem Start. Die ersten der 40 Module, die im Vollbetrieb eine Leistung von 20 Megawatt erreichen werden, gehen im November ans Netz. In das Pilotprojekt bei Penkun an der deutsch-polnischen Grenze wurden rund 80 Millionen Euro investiert.

Die NAWARO® BioEnergie AG setzt auf langfristige Partnerschaften mit Landwirten aus der Region. Die Anlage verarbeitet rund 300.000 Tonnen Maissilage, 20.000 Tonnen Getreide und 60.000 Tonnen Gülle im Jahr. So entstehen neue Absatzchancen für die heimische Landwirtschaft sowie rund 30 Arbeitsplätze am Standort Penkun.

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1. November 2006 Neue Landwirtschaft

Weltgrößtes Biogaskraftwerk

In Mecklenburg-Vorpommern steht das weltgrößte Biogaskraftwerk unmittelbar vor dem Start.

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23. Oktober 2006 Energiewirtschaft

Weltgrößtes Biogas-Kraftwerk in Vorpommern

Die Nutzung regenerativer Brennstoffe, also Biomasse, steht bei vielen Energieunternehmen ganz oben auf der Agenda. Immer wichtiger wird das Thema Biogas.

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19. Oktober 2006 EnviTec Forum Biogas Newsletter

Interview mit Dr. Balthasar Schramm
Vorstandsvorsitzender der NAWARO BioEnergie AG

Weltgrößtes Biogaskraftwerk geht ans Netz EnviTec Biogas baut für die NAWAROBioEnergie AG 40 Module zu je 500 kW

Herr Dr. Schramm, in Penkun entsteht der größte Biogasanlagenpark der Welt. Was macht Sie so sicher, dass das Projekt erfolgreich wird?

Wir haben in Penkun hervorragende Bedingungen vorgefunden. Allein in unmittelbarer Nähe des Bioenergieparks werden mehr als ein Drittel der Fläche des Landkreises Uecker-Randow und knapp 60 Prozent des Kreises Uckermark agrarwirtschaftlich genutzt. Damit liegen mehr als 230.000 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche im Umkreis des Bioenergieparks.

Die Versorgung des Parks mit landwirtschaftlichen Rohstoffen (vor allem Maissilage) durch umliegende Betriebe ist mit langlaufenden Verträgen gesichert. Wir sind mit den Landwirten eine echte Partnerschaft eingegangen, das hat sich von Anfang an bewährt. Auch in einem schwierigen Erntejahr wie 2006 gibt es keine Probleme. Weiter hat nicht zuletzt die hervorragende Zusammenarbeit mit den Behörden vor Ort für die NAWARO BioEnergie AG den Ausschlag gegeben, in Penkun die erste Anlage mit Modellcharakter für weitere Projekte zu errichten.

Da das Unternehmen bei der Erschließung und Errichtung der Anlagen und beim Akquirieren qualifizierter Mitarbeiter auf gute Zusammenarbeit mit den Kommunen und Behörden angewiesen ist, legte das Management von Beginn an Wert auf ein partnerschaftliches Verhältnis. Zudem kann der Strom problemlos über bereits vorhandene, nahe gelegene Einspeisepunkte in das Stromnetz eingespeist werden.

Sie haben sich bei Planung und Bau des Parks für EnviTec entschieden. Welche Gründe gaben den Ausschlag?

NAWARO setzt bei Planung, Bau und Betrieb seiner Bioenergieparks auf ausgereifte, zuverlässige und bewährte Technologien von Partnerunternehmen. Aus diesem Grunde haben wir uns für EnviTec-Anlagen entschieden. Diese Anlagen haben uns überzeugt, weil EnviTec konsequent ausgereifte, modulare Technik anbietet und vor allem auch wirklich gut funktionierende Referenzanlagen vorweisen kann.

Die dauerhaft stabile Auslastung der Anlagen ist entscheidend, hier hat EnviTec das überzeugendste Angebot. Die Biogas-Technologie wird derzeit von großen Anlagenbauern nicht angeboten, sondern ist vielmehr Spezialität von mittelständischen Unternehmen. Wir haben den Markt diesbezüglich sorgfältig untersucht und uns als Ergebnis des Evaluierungsprozesses für EnviTec entschieden.

Penkun soll erst der Anfang Ihrer Unternehmungen sein. Wo werden die nächsten Biogasanlagenparks entstehen?

Derzeit plant die NAWARO BioEnergie AG weitere Projekte in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg (insbesondere Kreis Spree-Neiße, aber auch MärkischOderland), Sachsen-Anhalt, Thüringen und Schleswig-Holstein.

Bauen Sie dort auch wieder mit EnviTec?

Wir setzen, wie bereits erläutert, auf die bewährte Standardtechnologie von EnviTec und planen auch die Errichtung der nächsten Parks mit EnviTec. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang für uns zudem die hervorragende, vertrauensvolle und auch angenehme Zusammenarbeit mit dem Unternehmen.

Über die NAWARO BioEnergie AG

Die NAWARO BioEnergie AG wurde 2005 von erfahrenen Unternehmern gegründet. Das Unternehmen plant, errichtet und betreibt Bioenergieparks, mit denen in industriellem Maßstab Energie aus nachwachsenden Rohstoffen erzeugt wird. Dieser Ansatz ist im Bereich der erneuerbaren Energien einzigartig.

Der erste Bioenergiepark nimmt in Penkun seinen Betrieb auf, weitere Anlagen sind bereits in Planung. Spezielle Energiepflanzen aus der Region, wie etwa Mais, werden werden bei diesem Prozess in den NAWAROAnlagen zu Biogas vergoren. Das Gas wird zur Stromerzeugung genutzt und ins Stromnetz eingespeist. Aus der verbleibenden Gärmasse wird hochwertiger Depotdünger hergestellt.

NAWARO zeigt, dass sich erneuerbare Energie profitabel, wirtschaftlich und versorgungssicher auf Basis von Biomasse in industriellem Maßstab produzieren lässt. Der industrielle Ansatz ermöglicht eine CO2-neutrale Energieproduktion auf Basis nachwachsender Rohstoffe. Zudem wird ein unternehmerischer Beitrag geleistet: An jedem Standort entstehen bis zu 50 qualifizierte Arbeitsplätze.

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Der gesamte Newsletter als PDF bei EnviTec Biogas

17. Oktober 2006 Pressenotiz

NAWARO BioEnergie AG mit erstem Auszubildendem

Leipziger Energie-Unternehmen auf Wachstumskurs – René Buchte beginnt seine Ausbildung zum Kaufmann für Bürokommunikation – Weitere Expansion geplant – Weltgrößtes Biogaskraftwerk unmittelbar vor dem Start

Die Leipziger NAWARO BioEnergie AG stellt die Weichen auf Wachstum: Rund eineinhalb Jahre nach der Gründung schafft das Unternehmen den ersten Ausbildungsplatz und bildet ab sofort einen Kaufmann für Bürokommunikation aus.

Vorstandsmitglied Felix Hess kommentiert die Entscheidung: „Wie sind ein sehr junges Unternehmen und nehmen trotzdem unsere gesellschaftliche Verantwortung ernst. Deshalb steigen wir jetzt in die Ausbildung ein.“ Erster Auszubildender bei der NAWARO BioEnergie AG ist René Buchte. Der 20-jährige Thüringer beginnt ab sofort mit der Ausbildung und wird seine Prüfung voraussichtlich im August 2009 ablegen.

Mit der Neueinstellung trägt die NAWARO BioEnergie AG dem geplanten Wachstumskurs Rechnung. Das Unternehmen mit Sitz in Leipzig plant und errichtet Biogaskraftwerke, mit denen Energie aus Biomasse erstmals in industriellem Maßstab erzeugt wird.

Erst vor einigen Tagen feierte das Pilotprojekt des Unternehmens Richtfest: Bei Penkun in Mecklenburg-Vorpommern entsteht derzeit das mit einer Gesamtleistung von 20 Megawatt weltgrößte Biogaskraftwerk. In den nächsten Jahren sollen nach diesem Vorbild weitere Biogaskraftwerke in Ost- und Norddeutschland entstehen. Dafür hat NAWARO ein zum Patent angemeldetes, einzigartiges Verfahren entwickelt.

16. Oktober 2006 Rede anlässlich des Richtfests

Bernd Netzel (Bürgermeister Penkun)

Sehr geehrter Herr Staatssekretär Schröder, sehr geehrter Herr Landrat Dr. Böning, sehr geehrter Herr Dr. Schramm, sehr geehrter Herr Hess, sehr geehrter Herr Dr. Tilger, sehr geehrter Herr Dr. Pratsch, meine verehrten Damen und Herren, werte Gäste! Als wir vor 10 Jahren dieses Gewerbegebiet fertig stellten, gab es viel Kritik aus den unterschiedlichsten Reihen.

Das Gewerbegebiet wäre viel zu groß, es sei eine Fehlinvestition, beleuchtete Schafwiesen u. anderes mehr. Wir bemühten uns auf die unterschiedlichste Art und Weise, die Vermarktung voran zu bringen. Es nahm den Anschein, dass die Kritiker Recht behalten. Doch der Zweckverband ließ sich nicht beirren und vertrat nach wie vor die Meinung: wenn wir keine Vorraussetzungen schaffen, haben wir gar keine Chance auf die Ansiedlung von Gewerbe in unserer Region. Wir wurden natürlich von so manch Einem belächelt und als Träumer bezeichnet.

Vor einem Jahr im Juni klingelte bei mir das Telefon und Herr Nikolaus erzählte mir, dass Herr Nitschke eine Investorengruppe auf unser Gewerbegebiet aufmerksam gemacht hat und diese sich schon zur Besichtigung angemeldet hat. Gut motiviert, wie bei jedem Investor, der sich hier schon vorgestellt hat, nahm ich den Termin wahr. Zeitschiene, Investitionssumme und Arbeitsschritte wurden diskutiert. Hörte sich schon sehr konkret an, aber die Euphorie ist natürlich nach 10 Jahren und vielen Besichtigungen sehr gedämpft. Dass wir tatsächlich nach gut einem Jahr hier stehen und Richtfest feiern, habe selbst ich als geborener Optimist nicht geglaubt.

Andere Firmen machen vom ersten Spatenstich oder feierlicher Grundsteinlegung ein riesen Politikum und es ist noch nicht einmal was zu sehen. Die Firma NAWARO baut dagegen in aller Bescheidenheit ohne Medienrummel einfach mal so den größten Bio-Energie-Park der Welt auf unserem Gewerbegebiet und feiert Richtfest, wo so manch einer denken könnte, es wäre die Einweihung. Denn was hier in den letzten drei Monaten entstanden ist, kann man kaum in Worte fassen. Eine Bilderbuchbaustelle Ohnegleichen kann man heute hier besichtigen.

Bei einem Bauvorhaben in dieser Dimension ist es natürlich auch ganz wichtig, das man fair miteinander umgeht. Das man Vertrauen schafft und über alles offen spricht. Ich kann sagen, meine sehr verehrten Damen und Herren, dass diese Faktoren von der ersten Verhandlungsrunde bis zum heutigen Tag zwischen Politik sprich Zweckverband und Investor voll eingehalten wurde. Ich bedanke mich für diese gute Zusammenarbeit beim Investor Herrn Dr. Schramm, Herrn Hess, Herrn Dr, Tilger, dem Oberbauleiter Herrn Dr. Pratsch und Ihren Mitarbeitern und wünsche mir auch für die Zukunft eine so gute Zusammenarbeit.

Eine Investition in dieser Größenordnung, die Schaffung von 50 Dauerarbeitsplätzen in Vollzeit und die Beschäftigung von 400 Mitarbeitern in Spitzenzeiten hier auf der Baustelle sowie die Totalvermarktung unseres Gewerbegebietes ist für unsere Region ein Segen. Auch die Versprechen, dass ortsansässige Firmen beschäftigt werden, sind eingehalten worden und es kommen täglich neue hinzu. Die ersten Einstellungen für die Betriebsmannschaft haben auch bereits stattgefunden. Als Zweckverbandsvorsitzender und Bürgermeister der Stadt Penkun liegt mir genau das besonders am Herzen.

Diese Anlage wird weitere Synergieeffekte auslösen, das heißt, das nicht nur hier auf der Anlage Arbeitsplätze geschaffen werden, sondern auch beteiligte Betriebe bis hin zur Gastronomie und Hotellerie sich stabilisieren und Arbeitskräfte einstellen können. Da wir eine von der Landwirtschaft geprägte Region sind, freut es mich ganz besonders, dass auch die Landwirte ihre Betriebe durch langfristige Verträge stabilisieren können.

Durch die Errichtung dieser Anlage, ich betone es noch einmal, bis lang die größte der Welt, eröffnen sich für unsere Region wirtschaftliche Chancen, deren Ausmaß noch gar nicht abzusehen sind. Die Verarbeitung nachwachsender Rohstoffe zu Energie ist eine der wichtigsten Zukunftsmärkte überhaupt. Der Bio-Energie-Park im Gewerbegebiet „Klarsee Penkun“ hat Modellcharakter und es soll hier laut Informationen vom Investor die Biomassetechnologie in großem Maßstab weiter entwickelt werden.

Ich wünsche der Firma NAWARO weiterhin ein gutes Vorankommen, eine optimale Stromeinspeisung und uns gute Steuereinnahmen. In diesem Sinne wünsche ich uns heute ein tolles und informatives Richtfest.

Vielen Dank

Bernd Netzel
Bürgermeister der Stadt Penkun
und Vorsitzender des Zweckverbandes „Klarsee Penkun“

16. Oktober 2006 Grußwort anlässlich des Richtfests

Sebastian Schröder (Staatssekretär im Wirtschaftsministerium MV)

Sehr geehrter Herr Dr. Schramm, sehr geehrter Herr Dr. Pratsch, sehr geehrter Herr Bürgermeister Netzel! Aktuelle Zeitungsberichte zum Thema Energie haben zum Beispiel folgende Schlagzeilen:

Weiter steigender Energiebedarf bei weltweit knapper werdenden fossilen Ressourcen. Umweltkatastrophen als mögliche Folgen globaler energieverbrauchsbedingter Klimaveränderungen. Ungebremster Anstieg der Energiepreise. Diese Überschriften verdeutlichen: Der Energiebereich hat erheblich an Brisanz gewonnen.

Meine Damen und Herrren, ich denke, über das Ziel einer modernen und zukunfts-orientierten Energiepolitik als Weichensteller für die Energiewirtschaft besteht seit langem Konsens.

Auf den Punkt gebracht: Energiepolitik ist grundlegende Wirtschafts-, Struktur- und Klimapolitik. Sie beinhaltet eine sichere, kostengünstige und umweltgerechte Versorgung mit Energie. Das ist eine elementare Voraussetzung einer modernen und leistungsfähigen Wirtschaft.

Auch deshalb hat die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern in den zurückliegenden Jahren die Innovations-strategie des Bundes unterstützt. Dessen Konzept begünstigte einen breiten Energiemix, bei dem der Anteil der Erneuerbaren Energien wächst. Zugleich befürwortete er einen effizienten und klimafreundlichen Umgang mit den Energieressourcen.

Wir haben in Mecklenburg-Vorpommern in dem Punkt einen Ist-Stand erreicht, auf dem aufgebaut werden kann. Bereits seit geraumer Zeit setzen wir auf die neuen Technologien. Erneuerbare Energien sind in unserem Land schon heute maßgeblicher Bestandteil der heimischen Energie-bereitstellung. Der Markt wächst beständig und bietet Chancen für neue Arbeitsplätze. In Mecklenburg-Vorpommern sind ca. 1.500 direkt Beschäftige im Bereich der Erneuerbaren Energien tätig.

Deutschlandweit sind die Beschäftigtenzahlen auf diesem Feld in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Sie werden auch in Zukunft deutlich zulegen. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet damit, dass bis zum Jahr 2020 die Zahl der Beschäftigten in der Branche von derzeit rund 170.000 auf mindestens 500.000 ansteigen wird. An dieser Entwicklung wollen und müssen wir teilhaben. Der Bau des Bioenergieparks mit seinen 50 neuen Arbeitsplätzen beweist: Wir sind auf dem richtigen Weg.

Meine Damen und Herren, der stärkere Einsatz Erneuerbarer Energien ist heute nicht nur umweltpolitisch notwendig, sondern auch wirtschaftlich interessant. In den letzten acht Jahren ist in Mecklenburg-Vorpommern der Anteil der regenerativen Energien an der Stromerzeugung von unter 10 auf über 33 % gestiegen. Damit liegen wir bereits heute deutlich über der Marke von 20 %, die im Erneuerbaren-Energien-Gesetz erst für das Jahr 2020 als Ziel genannt ist.

Dabei erfährt der Bereich der biogenen Energiegewinnung neben der Windkraft eine starke Entwicklung. Grund hierfür sind die gegebenen Rohstoffpotentiale im agrarstrukturierten Mecklenburg-Vorpommern und die günstigen Bedingungen auf EU-, Bundes- und Landesebene.

Bei den Erneuerbaren Energien war im Jahr 2005 die Stromerzeugung aus Biogas (5,1%) die drittstärkste Kraft in Mecklenburg-Vorpommern. Davor rangierten die Windkraft (80,2 %) und die feste Biomasse (11,4 %). Der Bestand an Biogasanlagen hat sich stark erhöht. Derzeit befinden sich ca. 50 Anlagen im Betrieb. Weitere 100 Anlagen sind in Bau oder Planung. Die erzeugte Strommenge aus Biogas in Mecklenburg-Vorpommern hat sich gegenüber dem Jahr 2004 fast verdoppelt.

Meine Damen und Herren, die NAWARO AG errichtet hier mit einem Investitionsvolumen von 78 Mio. Euro einen Bioenergiepark. In ihm wird sich die weltweit modernste und leistungsfähigste Biogasanlage befinden. Biogene Rohstoffe, die überwiegend von den Landwirten aus der Umgebung kommen, sollen zu Gas verarbeitet werden. Das Biogas wird dann in 40 Blockheizkraftwerken verstromt und ins öffentliche Stromnetz eingespeist.

Die anfallenden Reststoffe werden zusammen mit der aus der Biogasanlage anfallenden Wärme in einem Düngemittelwerk zu Pellets verarbeitet. Wie ich hörte, wollen Sie den Trockendünger deutschlandweit und international vermarkten. Er soll sogar in die Weinanbaugebiete Frankreichs exportiert werden.

Ganzheitlich ist geplant, die Produkte zu 30% in der Region, zu 40% bundesweit und zu 30 % in Frankreich abzusetzen. Ein solches Gesamtkonzept nenne ich nachhaltiges Wirtschaften. Das Vorhaben wird für die NAWARO AG eine technische und logistische Herausforderung darstellen. Die Rahmenbedingungen dafür sind gut. Ich schätze ein, dass der Biomassebereich in den nächsten Jahren eine ähnlich rasante Entwicklung erfährt wie der Windkraftbereich. Ihr Projekt ist das beste Beispiel dafür.

Die vorgezeichnete Perspektive lässt sich aber auch aus dem Entwurf des EU-Biomasseaktionsplans ableiten. Er setzt im Bereich der biogenen Rohstoffe einen Schwerpunkt für die nächsten Jahre. Die Entwicklung im Erneuerbaren Energienbereich beruhte bisher maßgeblich auf der umfänglichen Förderkulisse auf Bundes- und Landesebene, dazu kam die Förderung über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Allein seitens des Wirtschaftsministeriums wurden seit dem Jahr 2000 über 26 Mio. € an Fördermitteln für zukunftsträchtige Energietechniken ausgereicht, darunter auch Fördermittel für Biogasanlagen. Weitere Fördermöglichkeiten in dem Bereich gibt es seitens des Landes aus dem Umweltministerium und dem Landwirtschaftsministerium.

Um das Engagement Mecklenburg-Vorpommerns im Bereich der biogenen Energiegewinnung zu unterstreichen, bewirbt sich die Landesregierung derzeit um die Ansiedlung des Deutschen Biomasseforschungszentrums am Standort Rostock. Ziel des Forschungszentrums ist es, Technologien zu entwickeln, die der energetischen und stofflichen Nutzung nachwachsender Rohstoffe dienen. Dabei sollen wirtschaftliche Lösungen im industriellen Maßstab gefunden werden.

Meine Damen und Herren, Sie sehen, dass die Erneuerbaren Energien bei uns im Land ihren Platz gefunden haben. Sie sind fester Bestandteil eines Energiemixes. Das Vorhaben der NAWARO AG bedeutet einen weiteren Schub für die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Sie investieren in die Zukunft und das ist ein wichtiges Signal. Dafür wünsche ich Ihnen viel Erfolg.

Lassen Sie mich mit einem Spruch zum Richtfest schließen: Stein und Mörtel bauen ein Haus, Geist und Liebe schmücken es aus.

16. Oktober 2006 Nordkurier

Messestart von Protest begleitet

Die Fachbesucher der dritten Prenzlauer Energiemesse wurden vor der Uckerseehalle von protestierenden Mitgliedern und Sympathisanten der Kreistagsfraktion Rettet die Uckermark empfangen.

Für jedes in der Uckermark errichtete oder geplante Windfeld stellten sie symbolisch Kreuze auf mit den Worten: Landschaft zerstört. “Wem gehört die Uckermark? ENERTRAG?”, war auf einem der Spruchbänder der genehmigten Demonstration zu lesen. Prof. Hans-Joachim Mengel betonte, dass die Fraktion durchaus für alternative Energien sei und die Energiemesse als sinnvoll begrüße.

Doch von einer nicht zuletzt mit öffentlichen Mitteln finanzierten Veranstaltung erwarte er, so Mengel, dass sie auch die sozialen Folgen massiver Windenergienutzung darstelle, sich damit auseinander setze: Sonst bleibt es im Ergebnis nur eine einseitige Jubel-Messe. Die Fraktion stelle fest, dass die Uckermark mit der einseitigen Bevorzugung der Windenergie mit verheerenden Folgen für Mensch und Natur auf das falsche Pferd gesetzt hat.

Als positives Beispiel verweist Rettet die Uckermark auf die im Bau befindliche größte Biogasanlage Europas, die bei Penkun direkte Arbeitsplätze und den Bauern Einkommen verschaffe. Auf der anderen (uckermärkischen) Seite Penkuns seien dagegen Windfelder mit 180 Meter hohen Anlagen geplant, die nur den Betreibern und Landbesitzern Vorteile bringen würden.

Den Slogan “Nur Windenergie wird billig” führte Siegfried Bahnweg aus Trampe ad absurdum, indem er seine Stromrechnung präsentierte, die ständig steigende Kosten ausweist. Werner Diwald von der ENERTRAG Aktiengesellschaft bedauerte die Protestaktion: Wenn wir die Region so nach Außen präsentieren laufen wir Gefahr, Investoren zu verscheuchen.

Dieses sei eine rücksichtslose Aktion in einer Region mit 30 Prozent Arbeitslosen, initiiert von einem, der in der Woche sein Geld in Berlin verdiene und die Wochenenden auf seinem Schloss in Wartin zubringe: Als Bürger höre ich von der Fraktion “Rettet die Uckermark” seit Jahren nur pauschale Kritik, aber keinerlei Antworten, Konzepte und Lösungsvorschläge, um Arbeitsplätze für Menschen zu schaffen, die hier ihren Alltag leben.

Sicher, so Diwald, könne man die Windkraftanlagen nicht verstecken. Dennoch bringen sie erhebliche Vorteile mit sich, in dem in der Region Arbeitsplätze entstehen, soziales Engagement erfolgt und Ausgleichmaßnahmen der Natur zu Gute kommen. Zudem arbeite ENERTRAG in Arbeitsgruppen mit, in denen Möglichkeiten entwickelt werden, die Nachtbefeuerung der Windkraftanlagen und Störgeräusche auf ein Minimum zu reduzieren.

Die erneuerbaren Energien haben mit den regionalen Strompreisen nichts zu tun, es erfolgt eine bundesweite Umlagerung. Allerdings würden die “Subventionen” durch das Energieeinspeisegesetz einen Haushalt durchschnittlich mit zwölf Euro im Jahr belasten, der so genannte Kohlepfennig dagegen mit 196 Euro zu Buche schlagen: Der Mikroblick des Herrn Professor ist bedauerlich. Wo er so oft von Landschaftszerstörung durch Windenergie spricht frage ich, ob er je in einem Kohletagebau war.

13. Oktober 2006 VDI-Nachrichten

Meck-Pomm: Größtes Biogaskraftwerk

Mit 20 MW entsteht im vorpommerschen Penkun das größte Biogaskraftwerk der Welt. Die NAWARO BioEnergie AG baut die weltweit leistungsfähigste industrielle Biogasanlage auf.

Damit entstehen, so Wirtschafts-Staatssekretär Sebastian Schröder, 50 neue Arbeitsplätze “in einer Zukunftsbranche”. NAWARO investiert in den Bau 80 Mio. €. Auf dem 20 ha großen Gelände werden 40 Anlagen mit einer Anschlussleistung von jeweils 500 KW errichtet.

13. Oktober 2006 AFX Englischsprachiger Wirtschaftsdienst

GE to supply 40 Jenbacher Gas Engines for German agricultural biogas project

General Electric Co unit GE Energy said it will supply 40 Jenbacher Biogas Engine units to renewable energy developer, NAWARO Bioenergie AG, for an agricultural biogas project in eastern Germany.

The units will capture gas created during the fermentation of agricultural waste, including maize, crop residues and animal manure, and use it as a fuel. The Jenbacher engines will provide 20 megawatts of electricity and 22 megawatts in thermal output. No financial details were announced.

13. Oktober 2006 Oldenburgische Volkszeitung

Ein Richtfest mit Symbolkraft

Am Richtfest des größten Biogaskraftwerks der Welt in Penkun richtete sich eine ganze Region auf. Denn in Mecklenburg-Vorpommern ist das gemeinsame Modellprojekt der Nawaro AG und der EnviTec GmbH als technologische Startsignal in die (energie)wirtschaftliche Zukunft verstanden worden.

Einen “Segen für die Region” nannte Bernd Netzel, der Bürgermeister der ländlichen Stadt nahe der polnischen Grenze, die 20-Mw-Anlage, mit der EnviTec den technologische Führungsanspruch in der Branche unterstreicht. Der Staatssekretär aus dem Wirtschaftministerium des Landes bemühte sogar
den Fußball zum Vergleich. “Penkun spielt in der Landesliga, mit dieser Technologie spielen Sie in der Champions League, sagte Sebastian Schröder vor rund 1000 Gästen des Festakts im Zelt auf der Baustelle.

Zum ersten Mal werde die Energieerzeugung aus Biomasse auf ein industrielles Niveau gehoben, erklärte Dr. Balthasar Schramm, der Vorstandsvorsitzende der Nawaro Bioenergie AG, den Journalisten in einer Pressekonferenz. Die volkswirtschaftlich dringend notwendige Produktion Grundlast-tauglicher Elektrizität sei bisher “nur einem kleinen Teil” der Landwirte möglich gewesen. Jetzt könne in der Partnerschaft mit vielen Landwirten ein “großes zukunftsfähiges Potential“ erschlossen werden.

Dass die Nawaro AG dabei auf EnviTec setzt, ist laut Schramm das Ergebnis einer sorgfältigen Prüfung des Marktes. “Wir mussten feststellen: Die großen Player können das nicht. Das kann nur ein mittelständisches Unternehmen. Das Partnerunternehmen biete technisch bewährte Komponenten, die nachhaltig beherrschbar seien, ergänzte Felix Hess, Mitgründer und Vorstand der Nawaro AG. Auf eine “lange Reise“ nehme er lieber ein hochwertiges deutsches Fahrzeug “als einen Ferrari, unterstrich der Maschinenbau-Ingenieur vor den Medien. “Nirgendwo ist die Entwicklung so konsequent wie in Deutschland angegangen worden“, erklärte Geschäftsführer Kunibert Ruhe den Vorsprung.

Auf der Baustelle boten die Partner ein Bild mit Symbolkraft: Die Arme untergehakt stellten sie sich für die Fotografen auf. “So haben wir auch zusammengearbeitet, betonte Bürgermeister Netzel. Welche Erwartungen und Emotionen das Projekt weckt, beschrieb der Kommunalpolitiker sehr persönlich: “Jedesmal, wenn ich hier vorbeikomme und den Baufortschritt sehe, krieg ich eine Gänsehaut.

Zehn Jahre lang hat ein kommunaler Zweckverband an dem Industriegebiet festgehalten – ohne großen Erfolg. Kritiker hätten über “beleuchtete Schafwiesen gespottet, erinnerte sich Netzel. Das habe sich jetzt schlagartig geändert. “Andere machen schon ein Riesenfest, wenn ein Grundstein gelegt wird und noch nichts zu sehen ist“, sagte er: “Und wir feiern ein Richtfest auf der Baustelle. Im November werden die ersten der 20 Module Strom ans Netz liefern.

Die halbe Stadt feierte den Erfolg mit. Der Karnevalsclub überreichte Blumen. Die Feuerwehr fuhr komplett in Uniform auf. In Kutschen ließen sich Landwirte über die Großbaustelle fahren. Hubschrauberrundflüge boten den Gästen den besten Überblick. Der Feiertag für die Region und die beteiligten Unternehmen endete mit einem Feuerwerk über Penkun.

10. Oktober 2006 Bayerisches Energie-Forum

Nawaro baut Biogas-Großanlagen

Dies sei die weltweit leistungsfähigste industrielle Biogasanlage, teilte das Landes-Wirtschaftsministerium zum Richtfest Anfang Oktober 2006 mit.

Nawaro investiere knapp 80 Mio. Euro in 40 Einzelanlagen mit einer Anschlussleistung von jeweils 500 kW. Anfang November 2006 sollen die ersten Module schrittweise ans Netz gehen.

Geplant ist, dass die Anlage neben Strom und Wärme aus den anfallenden Gärresten auch hochwertigen Dünger produziert. Einen zweiten, gleich großen Bioenergiepark will Nawaro im Jahr 2007 in Güstrow errichten. Weitere Anlagen in Ost- und Norddeutschland sollen folgen. In Mecklenburg-Vorpommern arbeiten derzeit 50 Biogas-Anlagen, weitere 100 sind in Bau oder Planung.

Der Artikel bei bayerisches-energie-forum.de

9. Oktober 2006 Hamburger Abendblatt

20 Megawatt mit Biogas

In Mecklenburg-Vorpommern entsteht das derzeit leistungsstärkste deutsche Biogaskraftwerk.

Die 20-Megawatt-Anlage bei Krackow soll erstmals in industriellem Maßstab Mais, Gülle und Getreide verarbeiten und ab November etappenweise ans Netz gehen. Die Leistung der Anlage entspricht etwa einem Dutzend moderner Windenergieanlagen.

9. Oktober 2006 Pressenotiz

NAWARO BioEnergie AG investierte 80 Millionen Euro

In Mecklenburg-Vorpommern geht das weltgrößte Biogaskraftwerk ans Netz – Erstmals wird Biomasse in industriellem Maßstab genutzt – Regionale Landwirtschaft als Partner – Weitere Kraftwerke in Ost- und Norddeutschland geplant – Landesregierung begrüßt das Modellprojekt.

In Mecklenburg-Vorpommern steht das weltgrößte Biogaskraftwerk unmittelbar vor dem Start. Mit einem Richtfest für die Bevölkerung haben die Betreibergesellschaften, die Töchter der Leipziger NAWARO BioEnergie AG, die NAWARO BioEnergie Park „Klarsee“ GmbH und die NAWARO BioDünger Werk „Klarsee“ GmbH, am Freitag die Fertigstellung der Anlage gefeiert. Die ersten der 40 Module, die im Vollbetrieb eine Leistung von 20 Megawatt erreichen werden, gehen Anfang November ans Netz. Das Betreiberunternehmen hat rund 80 Millionen Euro in das Pilotprojekt bei Penkun an der deutsch-polnischen Grenze investiert.

„Mit der Fertigstellung unseres ersten BioEnergie Parks beginnt auch ein neues Kapitel für die erneuerbaren Energien in Deutschland“, erklärte bei der Eröffnung des Richtfestes Dr. Balthasar Schramm, Gründer und Vorstandsvorsitzender der NAWARO BioEnergie AG. Erstmals nämlich wird das bislang vor allem von landwirtschaftlichen Hofanlagen bekannte Verfahren in einem Kraftwerk in industriellem Maßstab genutzt: Die 40 Module des 20 Hektar großen BioEnergie Parks, die in den nächsten Wochen Schritt für Schritt zugeschaltet werden, haben eine Gesamtleistung von 20 Megawatt. Damit könnte eine Kleinstadt mit dem CO2-neutral erzeugten Strom versorgt werden. Der Biomasse-Strom wird in die bestehenden Stromnetze eingespeist und auf Grundlage des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) durch die Netzbetreiber vergütet. „Damit arbeiten wir von Beginn an effizient“, erklärt dazu Dr. Balthasar Schramm.

Für die nächsten Jahre plant die NAWARO BioEnergie AG weitere Kraftwerke in ländlichen Regionen in Ost- und Norddeutschland. Dabei setzt das Unternehmen auf langfristige Partnerschaften mit Landwirten aus der Region. Denn die Rohstoffmengen, die ein Biogaskraftwerk benötigt, sind gewaltig: Die Anlage verarbeitet rund 300.000 Tonnen Maissilage, 20.000 Tonnen Getreide und 60.000 Tonnen Gülle im Jahr. So entstehen in großem Maßstab neue Absatzchancen für die heimische Landwirtschaft. Am Standort Penkun werden zudem bis zum Vollbetrieb rund 30 Arbeitsplätze für Mitarbeiter entstehen, die die Abläufe künftig rund um die Uhr überwachen. Sebastian Schröder, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern, begrüßte das Projekt in einem Grußwort der Landesregierung. „Die Landesregierung unterstützt einen breiten Energiemix. Mecklenburg-Vorpommern spielt jetzt mit der NAWARO-Technologie in der Champions League mit“, erklärte bei einer Pressekonferenz anlässlich des Richtfestes.

Reststoffe werden vollständig zu Dünger verarbeitet

Das Unternehmen hat für die industrielle Erzeugung von Biomasse-Strom ein zum Patent angemeldetes Verfahren entwickelt, den „NAWARO Kreislauf“: Von Vertragslandswirten gelieferte Energiepflanzen – vor allem Maissilage – werden gemeinsam mit Gülle in Fermentern zu Biogas vergoren. Bei der Verbrennung des Gases entstehen Strom und Wärme. Die Wärme wird zur vollständigen Weiterverarbeitung der Gärreste zu hochwertigem Depotdünger verwandt. Deshalb entsteht bei jedem NAWARO BioEnergie Park eine Düngerproduktion. Die Düngemittelproduktion in Penkun wird im Frühjahr 2007 anlaufen.

1000 Besucher beim Richtfest

Mit einem bunten Programm für Anwohner und Interessierte sowie Mitarbeiter und Partner hat die NAWARO BioEnergie AG am Freitag den bevorstehenden Start der Anlage in Penkun gefeiert. Rund 1000 Besucher informierten sich in Rundgängen über die Technologie oder bestaunten die rund 20 Hektar große Anlage bei Hubschrauber-Rundflügen von oben.

Über die NAWARO BioEnergie AG

Die NAWARO BioEnergie AG mit Sitz in Leipzig wurde im Jahr 2005 von Dr. Balthasar Schramm und Felix Hess gegründet. Das Unternehmen plant, errichtet und betreibt BioEnergie Parks in Nord- und Ostdeutschland, mit denen in industriellem Maßstab Energie aus nachwachsenden Rohstoffen erzeugt wird. Dieser Ansatz ist im Bereich der erneuerbaren Energien einzigartig. Mehr Informationen unter www.nawaro.de.

7. Oktober 2006 Nordkurier

Strom aus Gülle und Getreide

Ab November soll das leistungsstärkste deutsche Biogaskraftwerk schrittweise ans Netz gehen.

Gestern wurde auf der Baustelle der 20-Megawatt-Anlage bei Krackow (Uecker-Randow-Kreis) das Richtfest gefeiert. Verarbeitet werden in der Anlage Gülle und Getreide. Rund 50 Arbeitsplätze sollen durch die 78-Millionen-Euro-Investition entstehen.

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7. Oktober 2006 Pasewalker Zeitung

Für die Region ein Segen

Im Penkuner Gewerbegebiet “Klar See” wurde gestern Richtfest gefeiert – für das laut Betreiber weltgrößte Biogaskraftwerk.

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7. Oktober 2006 Ostseezeitung

Größte deutsche Biogasanlage geht in Vorpommern ans Netz

Im Nordosten Deutschlands an der Grenze zu Polen entsteht das derzeit leistungsstärkste deutsche Biogaskraftwerk.

Die 20-Megawatt-Anlage bei Krackow (Uecker-Randow-Kreis) soll mit Mais, Gülle und Getreide gespeist werden und geht ab November 2006 ans Netz, sagte ein Sprecher der NAWARO BioEnergie AG aus Leipzig gestern beim Richtfest.

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6. Oktober 2006 Kölnische Rundschau, verivox.de

20 Megawatt aus Gülle und Mais: Größte deutsche Biogasanlage wächst

Im Nordosten Deutschlands an der Grenze zu Polen entsteht das derzeit leistungsstärkste deutsche Biogaskraftwerk. Die 20-Megawatt-Anlage bei Krackow in Mecklenburg- Vorpommern soll erstmals in industriellem Maßstab Mais, Gülle und Getreide verarbeiten.

Sie geht ab November etappenweise ans Netz, sagte Balthasar Schramm, Vorstandschef der NAWARO BioEnergie AG (Leipzig) als Investor am Freitag beim Richtfest. Die 78 Millionen Euro teure Anlage sei “weltweit die größte ihrer Art.”

Die Rohstoffe liefern Landwirte aus Polen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, aus dem Abfall soll in einem patentierten Verfahren Dünger hergestellt werden. “Das ist ein wichtiger Schritt beim Umbau der Energieversorgung in Deutschland”, erläutert der Geschäftsführer des deutschen Fachverbandes Biogas, Claudius da Costa Gomez.

Doch die Dimension des riesigen Projektes – 40 runde Fermentoren füllen ein ganzes Gewerbegebiet nahe der Autobahn 11 Berlin-Stettin (Szczecin) – lassen auch Gomez abwartend reagieren. Der Fachverband mit Sitz in Bayern ist mit 2400 Mitgliedern bundesweit die größte Interessenvertretung von Herstellern, Betreibern und Nutzern der Biogasanlagen. “Im Verband wird das kontrovers diskutiert”, gesteht Gomez. Eigentlich seien Biogasanlagen eher etwas für dezentrale Strukturen, bundesweit gebe es rund 3000 Anlagen mit je 500 Kilowatt – meist dort, wo Gülle und Rohstoffe anfallen.

NAWARO betritt mit der Anlage in dieser Größenordnung Neuland, wir hoffen, dass das läuft”, sagt Gomez. Das Verfahren, Energie aus Biomasse zu gewinnen, müsse wettbewerbsfähig sein, um fossile Rohstoffe eines Tages zu ersetzen, entgegnet Schramm. In Anlagen wie in Krackow werden Pflanzen zusammen mit Gülle in Fermentern vergoren. Dabei entsteht Biogas, das verbrannt wird. Daraus wird wie in anderen Kraftwerken Strom und Wärme gewonnen. Der Strom kann seit einer Gesetzesänderung 2004 in das bestehende Netz eingespeist werden. Aus den Abfällen wird Dünger gepresst, dabei wird auch die Wärme genutzt.

“Die Rohstoffe stammen von 50 Landwirten, die Hälfte aus Polen”, sagt Vorstandsvize Felix Hess. Der Anlage kommen die großen Agrarstrukturen im Osten und die jetzt gute Verkehrslage mit A 11 und der Ostseeautobahn A 20 entgegen. Aus Vorpommern ist Harald Nitschke, Chef einer großen Agrar GmbH, einer derjenigen, die bereits Maislieferverträge haben. “Wir liefern 5000 Tonnen im Jahr, da bekommen wir mehr raus, als bei Getreide bei den leichten Böden hier”, sagt er.

Zu den Kritikern solch industrieller Anlagen zählt BUND-Experte Burkhard Roloff: “Alles Gute, was man übertreibt, verkehrt sich ins Gegenteil.” Nach Meinung des Agrarreferenten bei der Umweltorganisation haben mit der Subventionierung des Biostroms durch die frühere grüne Verbraucherschutzministerin Renate Künast Anlagenbauer das Geschäft entdeckt. “Sie verdienen so an der Landwirtschaft, nicht in der Landwirtschaft”, kritisiert Roloff.

Solche Anlagen setzten eine industrielle, nicht artgerechte Tierhaltung voraus, um die Gülle zu gewinnen. Der Maisanbau werde sich verdoppeln, das Landschaftsbild verändern. Der Anbau von anlagenkompatiblem Genmais werde forciert. Diese Bedenken teilt Gomez nicht. “Es gibt bereits Versuche mit anderen Energiepflanzen, wie Hirse”, erklärt der Biogasexperte. “Wir rechnen eher damit, dass die Fruchtfolgen bereichert werden.”

Mit den Preiskonditionen für Mais sind ohnehin nicht alle Landwirte einverstanden, die rings um das künftige Kraftwerk Ackerbau betreiben. “Der Preis, der auf 20 Jahre festgelegt werden soll, stimmt nicht”, erklären übereinstimmend Wolfgang Gerhardt und Horst Wendt. Kleinere Marktfruchtbetriebe müssten für den Maisanbau erst wieder investieren, wie in Lager oder neue Maschinen, da bliebe nicht viel übrig.

Der Artikel bei rundschau-online.de

Der Artikel bei verivox.de

6. Oktober 2006 Rügenbote

Weltweit größtes Biogaskraftwerk in MV

Biogas verdoppelt Energieanteil – Mit 20 Megawatt entsteht im vorpommerschen Penkun das größte Biogaskraftwerk der Welt. Die NAWARO® BioEnergie AG baut die weltweit leistungsfähigste industrielle Biogasanlage auf.

“Das Leipziger Unternehmen hat sich auf Grund der guten Ansiedlungsbedingungen bewusst für den Standort Mecklenburg-Vorpommern entschieden”, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Sebastian Schröder am Freitag beim Richtfest in Penkun. “Hier entstehen Arbeitsplätze in einer Zukunftsbranche, 50 Mitarbeiter sollen künftig rund um die Uhr die Produktionsabläufe überwachen.”

NAWARO investiert in den Aufbau des BioEnergie Parks auf dem Gelände des Penkuner Gewerbegebietes “Klar See” knapp 80 Millionen Euro. Auf dem 20 Hektar großen Gelände werden 40 Anlagen mit einer Anschlussleistung von jeweils 500 Kilowatt errichtet. Anfang November sollen die ersten Module schrittweise ans Netz gehen.

Das Unternehmen hat zur Erzeugung von Biomasse-Strom einen eigenen Kreislauf entwickelt. Maissilage, Getreide und Gülle wird zu Biogas vergoren, wodurch Strom und Wärme entsteht. Die Gärreste werden anschließend im eigenen Düngemittelwerk mittels der vorhandenen Wärme zu hochwertigem Dünger verarbeitet. Die Pellets-Produktion soll im Frühjahr 2007 anlaufen.

Die Stromerzeugung aus Biogas hat sich in Mecklenburg-Vorpommern von 2004 auf 2005 fast verdoppelt. “In den letzten acht Jahren ist im Land der Anteil der regenerativen Energien an der Stromerzeugung von nicht mal zehn auf knapp 34 Prozent gestiegen”, sagte Schröder. “Der Markt wächst ständig und bietet Chancen für zukunftsfähige Arbeitsplätze.” In Mecklenburg-Vorpommern sind bereits rund 1.500 Beschäftigte im Bereich der Erneuerbaren Energien tätig.

Der Bestand der Biogasanlagen wird in den nächsten Jahren weiter ansteigen. Derzeit arbeiten in Mecklenburg-Vorpommern rund 50 Anlagen, weitere 100 sind im Bau oder in Planung. Nach Erhebungen des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung (DIW) wird bis zum Jahr 2020 in Deutschland die Zahl der Beschäftigten in dieser Branche von derzeit rund 170.000 auf mindestens 500.000 ansteigen.

Der Artikel bei ruegenbote.de

6. Oktober 2006 Welt, BZ online, technikwissen.de

Größte deutsche Biogasanlage geht Ende 2006 in Vorpommern ans Netz

Im Nordosten Deutschlands an der Grenze zu Polen entsteht das derzeit leistungsstärkste deutsche Biogaskraftwerk.

Die 20-Megawatt-Anlage bei Krackow (Mecklenburg- Vorpommern) soll mit Mais, Gülle und Getreide gespeist werden und geht ab November 2006 etappenweise ans Netz, sagte ein Sprecher der NAWARO BioEnergie AG beim Richtfest am Freitag. Die Rohstoffe liefern Landwirte aus Polen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, aus dem Abfall soll Dünger hergestellt werden.

Der Fachverband Biogas sieht darin einen «wichtigen Schritt im Umbau der Energieversorgung.» Umweltverbände kritisieren die Dimension der Anlage.

Der Artikel bei technikwissen.de

6. Oktober 2006 IWR.de

NAWARO BioEnergie AG baut 20 MW Biogas-Kraftwerk an der Grenze zu Polen

An der deutsch-polnischen Grenze wird derzeit die größte Biogasanlage Deutschlands mit 20 MW Leistung durch die NAWARO BioEnergie AG aus Leipzig errichtet.

Die Anlage bei Krackow, Mecklenburg-Vorpommern, mit eigenem Düngemittelwerk kostet rd. 78 Mio. Euro und soll Ende 2007 fertig sein. Sie wird zukünftig mit Mais, Gülle und Getreide von deutschen und polnischen Landwirten gespeist.

Der Artikel bei iwr.de

6. Oktober 2006 NDR Nordmagazin

Bericht über das Richtfest in Penkun (ca. 0:49 Min.)

NDR Nordmagazin, 6.10.2006 (ca. 0:49 Min.)

5. Oktober 2006 Schweriner Volkszeitung

Richtfest für gewaltige Biogasanlage

Im deutsch-polnischen Grenzgebiet nahe Krackow (Kreis Uecker-Randow) entsteht eines der größten deutschen Biogaskraftwerke.

Am morgigen Freitag wird das Richtfest für die insgesamt 78 Millionen Euro teure 20-Megawatt-Anlage mit eigenem Düngemittelwerk gefeiert, teilte Nawaro BioEnergie (Leipzig) als Investor gestern mit. Die gesamte Anlage soll Ende 2007 fertig sein und mit Mais, Gülle und Getreide von deutschen und polnischen Landwirten gespeist werden. Die laut Nawaro bislang weltgrößte Anlage dieser Art schafft knapp 50 Arbeitsplätze.

4. Oktober 2006 DPA

Riesiges Biogas-Kraftwerk entsteht im Grenzgebiet zu Polen

Im deutsch-polnischen Grenzgebiet bei Krackow (Kreis Uecker-Randow) entsteht eines der größten deutschen Biogaskraftwerke.

Die 20-Megawatt-Anlage mit eigenem Düngemittelwerk kostet rund 78 Millionen Euro, Richtfest soll an diesem Freitag sein, sagte eine Sprecherin der NAWARO BioEnergie AG (Leipzig) als Investor am Mittwoch der dpa.

Die gesamte Anlage soll Ende 2007 fertig sein und mit Mais, Gülle und Getreide von deutschen und polnischen Landwirten gespeist werden. Es soll laut NAWARO die weltweit bislang größte Anlage dieser Art werden. In Krackow sollen 50 Arbeitsplätze entstehen.

4. Oktober 2006 Leipziger Volkszeitung

Biomassezentrum kommt nach Leipzig

Das Tauziehen um das Deutsche Biomasse-Forschungszentrum ist beendet: Nach Informationen dieser Zeitung wird das Bundeskabinett heute endgültig eine Entscheidung für Leipzig treffen.

Der Bund will demnach ab kommenden Jahr jährlich über zwei Millionen Euro für das Biomassezentrum bereitstellen. Dort sollen bis 2009 etwa 50 Arbeitsplätze entstehen.

Die beiden Leipziger SPD-Bundestagsabgeordneten Rainer Fornahl und Gunter Weißgerber begrüßten die Entscheidung. “Das Anforderungsprofil an das neue Zentrum und die dafür nötigen Voraussetzungen sprachen ganz eindeutig für den Standort Leipzig”, teilten sie mit. Leider sei durch die Standort-Diskussion unnütz viel Zeit vergangen, die im Kampf um die Technologie-Spitze fehle, sagte Fornahl.

Das Tauziehen um den Standort der Forschungseinrichtung dauerte gut ein Jahr. Ursprünglich hatte die frühere Landwirtschaftsministerin Renate Künast (Grüne) Leipzig gegenüber den anderen Wettbewerbern Greifswald, Braunschweig und Cottbus den Vorzug gegeben. Nachdem im Koalitionsvertrag für die Einrichtung lediglich ein Standort in Ostdeutschland festgeschrieben worden war, brachte Amtsnachfolger Horst Seehofer (CSU) die Standortfrage jedoch erneut auf die Tagesordnung. Zuletzt war Potsdam als Konkurrenz im Gespräch.

Politiker aus Leipzig und Sachsen hatten sich daraufhin für Leipzig stark gemacht. Unter anderem konnte die Helmholtz-Gemeinschaft als Partner für das Projekt gewonnen werden. Mit dem Verbund einer Großforschungseinrichtung des Bundes, des Umwelt-Forschungs-Zentrums Halle/Leipzig und dem Institut für Umwelt und Energetik könne nun der Wettbewerb mit der bislang in Europa führenden österreichischen und skandinavischen Biomasseforschung aufgenommen werden, betonten Fornahl und Weißgerber.

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1. Oktober 2006 Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

Gülle statt Gitarren

Einst hatte er die “Toten Hosen” unter Vertrag, jetzt kauft er Gülle auf: Am Freitag feiert der Ex-Deutschland-Chef von Sony Music, Balthasar Schramm, Richtfest für sein erstes Biogas-Kraftwerk.

Wenn es im nächsten Jahr vollständig in Betrieb ist, soll es genug Strom für eine Kleinstadt liefern: 20 Megawatt. Das größte Biogas-Kraftwerk der Welt sei das, tönt er. Zum ersten Mal werde Biogas in einer Industrieanlage zu Strom verarbeitet und nicht beim Bauern im Hinterhof.

In seinem früheren Leben war Schramm Musikanwalt, bevor er 2002 Deutschland-Chef von Sony Music in Berlin wurde. 2004 warfen Bertelsmann und Sony ihre Plattenlabels zusammen. Das neue Unternehmen blieb am Bertelsmann-Musikstandort in München, und Maarten Steinkamp von Bertelsmann wurde sein Chef. Schramm stieg aus. “Ich hatte deutlich gemacht, daß ich für München nicht zur Verfügung stehe”, sagt er. Denn die deutsche Musikindustrie müsse sich in einer Stadt konzentrieren, und das sei Berlin.

Glück für Schramm, daß er schon eine andere Idee im Kopf hatte: die Biomasse. Für die habe er sich schon Anfang 2004 interessiert, nachdem er einen Magazinartikel gelesen habe. Im Februar 2005 gründete er die Firma Nawaro für seine Kraftwerke.

Jetzt beackert er statt der Musikmetropole Berlin das platte Land im Osten: Das erste Kraftwerk entsteht in Krackow in Vorpommern, 15 Kilometer von der polnischen Grenze. In solchen Ecken gibt es große Bauernhöfe als Lieferanten. Und ganz viele Leute, die sich um Schramm reißen. “Das sind in der Regel Regionen, wo die Leute wegziehen und der letzte das Licht ausmacht”, sagt er. “Wir sind dort sofort der größte Arbeitgeber.”

30. September 2006 Pasewalker Zeitung

Penkun: Richtfest für Anlage

Im Penkuner BioEnergiePark „Klarsee“ wird am 6. Oktober Richtfest gefeiert. Wie Lili Aiche von der NAWARO BioEnergie AG informierte, soll in Penkun einst das weltgrößte Biogaskraftwerk ans Netz gehen.

In dem 80 Millionen Euro teuren Projekt entstehen sowohl eine Biogasanlage als auch ein Düngerwerk. Zum Richtfest wird nicht nur Dr. Balthasar Schramm, der Vorstandsvorsitzende der NAWARO BioEnergie AG erwartet, sondern auch Landes-Wirtschaftsminister Otto Ebnet (SPD). Die Bevölkerung ist ebenfalls ab 14 Uhr eingeladen. Medienvertreter dürfen vom Hubschrauber aus das Gelände besichtigen.

Informiert werden die Anwesenden nicht nur über das Projekt. Die Liveband „Nightfever“ sorgt für Stimmung. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Für die Kinder wird eine Hüpfburg aufgebaut. Gegen 20 Uhr gibt es zum Abschluss des Richtfestes ein Feuerwerk. Schon zum Jahresende soll dann die erste Energie ins Netz fließen.

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28. September 2006 Templiner Zeitung

Erste Module im November am Netz

Nach nur fünfmonatiger Bauzeit steht am 6. Oktober Richtfest für das weltgrößte Biogaskraftwerk, der BioEnergie Park „Klarsee“ in Penkun ins Haus.

An der Landesgrenze zwischen Brandenburg und MecklenburgVorpommern brummt der Betrieb auf einer Großbaustelle. Über 240 Bauarbeiter, Bauleiter, Techniker und Ingenieure geben sich in dem Baucontainerdorf an der Autobahnabfahrt Penkun, gleich neben der Baufirma Röwer, die Klinke in die Hand. Hotels und Pensionen reichen nicht aus, sie die Woche über aufzunehmen, sagt Felix Hess, Vorstand der NAWARO BioEnergie AG.

Er selbst pendelt zwischen München, Leipzig und Penkun, koordiniert die Arbeiten, führt Gespräche mit Kooperationspartnern und Entwicklern. Denn was hier entsteht, soll Weltniveau haben – von der Größe: 20 Megawatt aus einem Biopark, das gäbe es noch nicht. Ab Ende September 2007 sollen alle 40 Module über EnertragLeitungen und Umspannwerke ins VattenfallNetz eingespeist werden.

Weltniveau aber auch in punkto Technologie und Kreislaufwirtschaft: Für das Verfahren der Düngemittelherstellung haben NAWAROIngenieure Patente angemeldet. Von Mais und Gülle bleibt nichts übrig als Strom, Depotdünger (muss nur einmal im Jahr ausgebracht werden) und Wasser, das in den Vorfluter darf. 78 Millionen Euro kostet das Gesamtprojekt. 60 Menschen sollen hier einen Job finden. 15 sind schon eingestellt.

Wir haben ein sehr professionelles Finanzierungsmodell vorgelegt“, sagt Hess selbstbewusst. Alle Vorkosten und der Baubeginn wurden privat finanziert“, so der Münchener. Banken übernehmen die komplette Zwischenfinanzierung, die DZBank die Bürgschaft, bis der geschlossene Fonds verkauft ist. Anteile kann man deutschlandweit ab 10.000 Euro erwerben. Vertriebsstart sollte diese Woche sein bei allen Volksund Raiffeisenbanken. Hess ist sich sicher, die Anleger nicht zu enttäuschen.

„Wir haben Mais auf zehn Jahre sicher.“

Der Geschäftsführer der BioEnergie Park Klarsee“ GmbH setzt bei den 40 Biogasanlagen und Blockheizkraftwerken, die direkt an der Autobahnabfahrt Penkun entstehen, auf bewährte Technologien. Seit März hat er den Input mit 45 Landwirten aus der Region über ZehnJahresVerträge gesichert. Energiemais von 9000 Hektar werden benötigt. Die größte einzelne Liefermenge Mais – von 2500 Hektar – hat Hess mit einem polnischen Landwirt festgemacht.

15 Prozent der jährlichen 320 000 Tonnen Mais werden aus der Uckermark kommen. Von Penkun aus holt NAWARO die Biomasse aus einem Umkreis von 45 Kilometern heran. Der BioEnergie ParkChef sieht gute Gründe für das Vertrauen der Landwirte in sein Projekt: NAWARO hat Maissaatgut vorfinanziert, Anzahlungen geleistet, organisiert Anbauversuche für 14 verschiedene Maissorten, damit die Bauern auch in trockenen Jahren ihren Lieferverpflichtungen nachkommen können.

Templiner Zeitung, 28.9.06: img01.jpg

25. September 2006 Einladung zum Pressegespräch

Penkun: Weltgrößtes Biogaskraftwerk geht ans Netz

Landeswirtschaftsminister Dr. Otto Ebnet spricht – BioEnergie Park kann vom Hubschrauber aus besichtigt werden – Bevölkerung zu großem Richtfest mit Livemusik, Kinderprogramm und Feuerwerk eingeladen.

Nach nur fünfmonatiger Bauzeit ist es nun soweit: Das weltgrößte Biogaskraftwerk, der BioEnergie Park "Klarsee" in Penkun, steht unmittelbar vor dem Start. Mit dem 80-Millionen-Euro-Projekt geht in Kürze die modernste und leistungsfähigste Biogas-Anlage der Welt mit einem einzigartigen Konzept ans Netz.

Pressegespräch

Über Hintergründe und Technologie sowie die Auswirkungen des Projekts für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Mecklenburg-Vorpommern möchten wir Sie gern in einem

Pressegespräch
am 6. Oktober 2006 um 12.30 Uhr
im BioEnergie Park "Klarsee"
Ernst-Röwer-Ring 1
17329 Krackow/Penkun

informieren. Als Gesprächspartner werden dabei sein:

  • Dr. Balthasar Schramm
    Vorstandsvorsitzender der NAWARO® BioEnergie AG
  • Dr. Eckhard Pratsch
    Direktor der NAWARO® Engineering GmbH
  • Dr. Otto Ebnet
    Wirtschaftsminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern
  • Bernd Netzel
    Bürgermeister Gemeinde Penkun
  • Norbert Hetebrueg
    NAWARO®-Technologiepartner GE Jenbacher
  • Kunibert Ruhe NAWARO®-Technologiepartner EnviTec Biogas GmbH

Hubschrauber-Rundflug

Im Anschluss an das Gespräch besteht die Möglichkeit, an einer Führung über das Gelände teilzunehmen. Außerdem kann das Biogaskraftwerk aus der Luft mit einem Hubschrauber-Rundflug besichtigt werden. Wir bitten Medienvertreter, sich vorab für das Pressegespräch sowie den Hubschrauber-Rundflug über das Antwortfax-Formular (PDF) anzumelden. Für Rückfragen steht Ihnen Frau Lili Aïche, Tel. (0341) 231 02 80, lili_aiche@nawaro.ag, zur Verfügung.

Großes Richtfest für Anwohner, Mitarbeiter und Interessierte

Die Bevölkerung ist eingeladen, am 6. Oktober mit der NAWARO® BioEnergie AG und ihren Mitarbeitern die bevorstehende Fertigstellung der Anlage zur feiern. Daher sind Anwohner und Interessierte zu einem großen Richtfest am 6. Oktober 2006 ab 14 Uhr im BioEnergie Park "Klarsee" in Penkun eingeladen.

Vor Ort erwarten die Besucher zahlreiche Informationen über die Technologie der Anlage und das einzigartige NAWARO® Erzeugerkonzept, das auf Partnerschaften mit der Landwirtschaft in der Region setzt. Gute Stimmung garantiert die Liveband »Nightfever«. Selbstverständlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt. Für Kinder steht eine Hüpfburg zur Verfügung. Das Richtfest für das weltgrößte Biogaskraftwerk endet mit einem Galafeuerwerk auf der Anlage gegen 20 Uhr.

Kostenloser Bus-Shuttle zum Richtfest

Für das Richtfest wird die NAWARO® BioEnergie AG einen Bus-Shuttle einrichten. Die Nutzung ist für alle Besucher des Richtfestes kostenlos.

Abfahrtszeiten und –orte (PDF)

Rückfragen und weitere Informationen

NAWARO® BioEnergie AG
Frau Lili Aïche
Telefon (0341) 231 02 80
Email lili_aiche@nawaro.ag
Internet www.nawaro.de

21. September 2006 Nordkurier

Richtfest auf Energiepark

Die NAWARO BioEnergie Park »Klarsee« GmbH feiert am 6. Oktober Richtfest für ihre erste von 40 Biogasanlagen, die bereits Ende November 2006 ans Netz gehen soll.

Bis Ende des Jahres werden dann bereits vier Module in Betrieb sein, bevor im September kommenden Jahres der gesamte Park offiziell eingeweiht werden soll, so Vorstand Felix Hess. Die Gesamtleistung der industriell angelegten Verstromung von Mais und Gülle beträgt 20 MW. Auch Landwirte aus der Uckermark liefern nachwachsende Rohstoffe zu.

21. September 2006 Pressenotiz

Richtfest BioEnergie Park »Klarsee«

Das größte Biogaskraftwerk der Welt feiert seine Errichtung in Mecklenburg-Vorpommern. Sie sind herzlich eingeladen!

Richtfest BioEnergie Park »Klarsee«: img01.jpg

Feiern Sie gemeinsam mit uns am 6. Oktober 2006 ab 13 Uhr das Richtfest unseres NAWARO® BioEnergie Parks »Klarsee« in Krackow/Penkun mit Hubschrauber-Rundflügen, Live- Musik »Nightfever«, Feuerwerk, Parkführungen, Shuttle-Service, Hüpfburg etc.…

Gewerbegebiet »Klarsee«
Ernst-Röwer-Ring 1
17329 Krackow/Penkun

15. September 2006 Pasewalker Zeitung

Landwirte beliefern Biogaserzeuger

Endspurt: Der Bau der Biogasanlage in Penkun geht gut voran. Vor Inbetriebnahme kommen die Betreiber mit Landwirten aus der Region ins Gespräch

“Einen regen Erfahrungsaustausch unter den Praktikern und eine gemeinsame Beratung, wie wir die Maisproduktion für die Biogasanlage organisieren und schließlich auch stabil halten können”, nannte Axel Werner, Landwirtschaftlicher Leiter der Firma Nachwachsende Rohstoffe BioEnergie GmbH (NAWARO) als Ziel des gestrigen Maistages: Nur wenige Wochen vor der Inbetriebnahme der Biogasanlage “Klarsee” in Penkun hatten sich einige Mitarbeiter der GmbH und zahlreiche ihrer Vertragspartner in Retzin zusammengefunden.

In der örtlichen “Bauernstube” setzte Axel Werner seine Zuhörer unter anderem über den aktuellen Baufortschritt in Kenntnis. Man sei bei dem Fertigstellen der Anlage der Zeitplanung mehr als drei Wochen voraus. Im November werde man die ersten vier Module, das sind Gährbehälter, ans Netz bringen können, mit dem Ziel, Ende des nächsten Jahres Volllast zu fahren. Im wöchentlichen Rhythmus wolle NAWARO ein weiteres Modul fertigstellen, das dann das Netz speisen kann. Die volle Kapazität der Biogasanlage wäre somit im November des kommenden Jahres erreicht. Die Anlage wird dann eine Energiemenge von 165 Millionen Kilowattstunden jährlich ins Netzspeisen. Die Verwertung der bei der Gasgewinnung aus Maissilage, Gülle und Getreide anfallenden Abfälle wird ab März 2007 eine Düngemittelfabrik übernehmen, plant das Unternehmen.

Ein kürzlich aus zehn neuen Mitarbeitern zusammengestelltes Team wird künftig “sein eigenes Werk” mit aufbauen können, informiert Felix Hess, Geschäftsführer der NAWARO BioEnergie GmbH. Personell soll der Standort “Klarsee” erweitert werden. Zusätzliche Festanstellungen ausgebildeter Mitarbeiter werden laut Hess folgen, denn “wo gleichermaßen umweltfreundlich wie effizient Strom erzeugt wird, entstehen Arbeitsplätze. Das ist gerade für eine strukturschwache Region, wie Vorpommern ein großer Spaß”, so der Geschäftsführer.

Anspruch der NAWARO BioEnergie GmbH seien neben der Ertragsoptimierung durch Forschung eine optimierte Anbaukette und verlässliche Partner. Bei diesen strebe man Versorgungssicherheit und eine hohe Qualität ihrer Produkte an. Mit “einer vertraglich komplett abgedeckten Rohstoffversorgung durch Landwirte der Region Uecker-Ran- dow, der Uckermark und einem Teil Polens” verspricht sich das Unternehmen maximalen Erfolg. “Bis jetzt sind wir mit der Zusammenarbeit mit den Profis sehr zufrieden”, betont Felix Hess.

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31. August 2006 Schweriner Volkszeitung

Nawaro hält an Standort Güstrow fest

Trotz Schwierigkeiten hält die Nawaro Bioenergie AG am Standort Güstrow für den geplanten Bioenergiepark im Norden der Stadt fest.

Dem Unternehmen ist es bisher immer noch nicht gelungen, ausreichend Landwirte unter Vertrag zu nehmen, die die Biogasanlage mit Rohstoffen, vor allem Silomais, beliefern. “Wir sind dennoch zuversichtlich, weil wir den Landwirten ein sehr gutes Angebot machen”, sagte jetzt Dr. Balthasar Schramm, Nawaro-Vorstandsvorsitzender, bei einem Besuch in der Güstrower SVZ-Redaktion.

Der Investor Nawaro hatte den Baubeginn für das Großprojekt bereits mehrmals verschoben (SVZ berichtete). 70 Prozent der für die Biogasanlage benötigten Rohstoffe braucht das Unternehmen im Vorfeld vertraglich zugesichert, um beginnen zu können. Erst dann will Nawaro auch den kostspieligen Genehmigungsantrag beim Staatlichen Amt für Umwelt und Natur stellen.

Doch die Verhandlungen mit den Landwirten der Region gestalten sich schwierig, gibt Schramm zu. “Das schreckt uns aber nicht ab”, so der Nawaro-Chef. Güstrow sei hervorragend geeignet für einen Bioenergiepark und die Unterstützung der Stadt und des Umlandes für das Vorhaben sei von Anfang an beispiellos gewesen.

Schramm plant langfristig und nachhaltig. Zeitdruck macht er sich nicht. “Wir wollen uns mindestens für 20 Jahre auf die Region einlassen”, sagt er. Deshalb sei es unwichtig, ob heute oder morgen mit dem Bau der Anlage begonnen werde. 80 Millionen Euro will Nawaro in Güstrow investieren, bis zu 50 neue Arbeitsplätze schaffen.

Die Bauleistungen für den Bioenergiepark sollen zudem regional vergeben werden. Die Versorgung der Anlage sollen regionale Logistikunternehmen gewährleisten. “Das bringt Wirtschaftskraft nach Güstrow”, ist Schramm überzeugt. Neben Güstrow plant das Unternehmen zeitgleich in drei weiteren Städten Deutschlands identische Großanlagen.

Der ebenfalls von Nawaro gebaute Bioenergiepark in Penkun soll zudem noch dieses Jahr ans Netz gehen. “Mit Penkun verfügen wir über eine Vorzeigeanlage. Dann werden viele erkennen, dass unser Konzept absolut überzeugend ist”, so Schramm.

Der Kreisbauernverband Güstrow steht dem Projekt “Bioenergiepark” weiterhin positiv gegenüber. “Mit der Belieferung der Anlage können sich die Landwirte zusätzliche Einnahmequellen sichern”, sagt Geschäftsführer Peter Brandt. “Wir können die Landwirte aber nicht dazu verdonnern, einen Vertrag mit Nawaro abzuschließen. Jeder muss für sich selbst entscheiden, ob es in sein Betriebskonzept passt.”

Brandt glaubt, dass einige Bauern davor zurückschrecken, sich langfristig an Nawaro zu binden. Der Kreisbauernverband hatte die Verträge im Vorfeld gemeinsam mit Nawaro ausgearbeitet, damit er für die Landwirte interessant wird. So können die landwirtschaftlichen Erzeuger die Menge, die sie als Rohstofflieferanten für den Bioenergiepark produzieren wollen, selbst bestimmen. Die Verträge werden zudem mit jedem Betrieb individuell ausgehandelt.

30. August 2006 MVregio

Biogasanlage in Dummerstorf eröffnet

Minister Backhaus präsentiert Publikation zum Bioenergieland MV.

“Energetische Verwertung von Biomasse heißt Nutzung nachwachsender Rohstoffe. Und wenn sie mich fragen , ob die Nutzung nachwachsender Rohstoffe – sowohl die stoffliche als auch die energetische – eine Perspektive für die Landwirtschaft in Mecklenburg Vorpommern darstellt, so hören sie von mir ein klares ja”, sagt der Minister für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei Dr. Till Backhaus (SPD) zur Einweihung der Biogasanlage der Gut Dummerstorf GmbH heute.

Die Anlage soll jährlich rund 2,55 Mio kWh/a Strom und cirka 2,40 Mio kWh/a Nutzwärme aus Rindergülle, Maissilage und Getreide produzieren. Der Strom wird in das Netz der E.ON edis eingespeist. Mit der Wärme werden Büro und Werkstätten des Gutes Dummerstorf beheizt und das Forschungsinstitut in Dummerstorf beliefert.

Minister Backhaus betont, dass das Unternehmen damit einen wichtigen Beitrag im Sinne der energie-, umwelt- und agrarpolitischen Zielstellung leistet, die sich das Land, der Bund und die Europäische Union gesetzt haben: “Angesichts der Begrenztheit fossiler Energiequellen rückt die Frage künftiger Energieversorgung in den Fokus politischer Diskussionen. Die Bioenergie wird neben anderen alternativen Energien einen sehr bedeutenden Beitrag zur Lösung dieses Problems leisten. Insbesondere in Mecklenburg-Vorpommern.”

Welche erneuerbaren Energien genutzt werden können, was dabei im Land – insbesondere im Bereich Bioenergie – schon erreicht wurde und welche Potenziale vorhanden, zeigt die jüngste Publikation des Landwirtschaftsministeriums”(Bio-)Energieland M-V Von der Vision zur Realität”, die Minister Backhaus auf der Pressekonferenz in Dummerstorf präsentiert.

“Ich bin überzeugt davon, dass wir in der Lage sind Mecklenburg Vorpommern bis zum Jahr 2020 Energie autark zu entwickeln”, sagt Landwirtschaftsminister Dr.Till Backhaus(SPD).

Der Blick auf die Entwicklung im Bereich der alternativen Energieentwicklung belegt dies: Hier im Land wurden im Jahre 1995 ca 95 TWh Strom aus erneuerbaren Energiequellen (Wind) erzeugt. Bis 2004 hat sich die Menge mehr als verzwanzigfacht. In 2005 erreichte die Bioenergie bereits einen Anteil von rund 10%, am Primärenergieverbrauch in Mecklenburg Vorpommern. Ab 2007 können im Land 17% der zu diesem Zeitpunkt für Deutschland zu erwartenden Jahresproduktion an Biodiesel erzeugt werden.

“Damit haben wir eine Vorreiterrolle in Deutschland eingenommen. Das Ausbauziel für erneuerbare Energien der Bundesregierung sieht vor: Bis 2020 soll der Anteil am Primärenergiegebrauch mindestens 10% betragen und an der Strombereitstellung mindestens 25%. Das haben wir bei uns im Land heute schon übertroffen”, betont Minister Backhaus. Holz, Wind, Sonne und Biomasse sind die Energiequellen der Zukunft.

Als Agrarminister liegt Backhaus MV als Bioenergieland besonders im Hinblick auf die Entwicklung der Landwirtschaft und der Entwicklung der ländlichen Räume am Herzen: “Wenn Gülle aus Tierhaltungsanlagen und Energiebiomasse in Biogasanlagen in Strom, Wärme und hochwertigen Treibstoff umgewandelt werden, wenn aus der Rapssaat auf dem landwirtschaftlichen Betrieb Pflanzenöl erzeugt und als Kraft- und Schmierstoff in den Maschinen genutzt wird, wenn Holz aus dem Wald und aus der Landschaftspflege zu Kaminholz oder Holzpellets aufbereitet wird, bedeutet dies neben Umweltschutz und Zukunftssicherung auch Beschäftigungssicherung, Klimaschutz und Wertschöpfung im Land.”

Es geht darum, unseren nachfolgenden Generationen eine intakte Umwelt, Landschaft und nachhaltige Energieversorgung zu hinterlassen und sich für innovative und wegweisende Ideen einzusetzen. Die Erzeugung von Bioenergie schafft Perspektiven für junge Leute. Allein für die Produktion von Biokraftstoffen und für den hier für benötigten Rapsanbau werden 900 Arbeitskräfte benötigt. Völlig neue Berufsbilder und Betätigungsfelder für landwirtschaftliche Unternehmen entstehen.

10. Mai 2006 Pressenotiz

NAWARO® Engineering GmbH, Leipzig

Zu unserem geplanten NAWARO® BioEnergie Park „Klarsee“ GmbH sowie dem NAWARO BioDünger Werk „Klarsee“ GmbH am Standort Krackow möchten wir wie folgt informieren:

Am Mittwoch, den 10. Mai 2006, hat die NAWARO® Engineering GmbH als wichtigen weiteren Schritt zur Realisierung Ihres Parks in Krackow mit der EnviTec Biogas GmbH den Vertrag zur Fertigstellung unterzeichnet. Die EnviTec Biogas GmbH ist hinsichtlich des Behälterbaus, der Planung sowie die Realisierung und Inbetriebnahme von Biogasanlagen eines der größten Unternehmen. Bisheriges Referenzobjekt der EnviTec BioGas GmbH ist die Biogasanlage in Anklam.

Damit schreitet das Vorhaben der NAWARO® BioEnergie Park „Klarsee“ GmbH in Krackow als auch das weitere Vorhaben der NAWARO® BioEnergie AG, Leipzig, in Güstrow plangemäß voran.

4. April 2006 Schweriner Volkszeitung

Nawaro-Vorstand: “Der Weg ist frei”

Güstrower Stadtvertreter geben grünes Licht für geplante Biogasanlage mit Düngemittelwerk

Die Güstrower Stadtvertreter haben auf ihrer jüngsten Sitzung grünes Licht für den deutschlandweit bisher größten Bioenergiepark gegeben. Unverzüglich will der Investor, die Nawaro Bioenergie AG, jetzt das noch ausstehende Genehmigungsverfahren für die Biogasanlage mit Düngemittelwerk starten. Kommende Woche soll der formale Antrag für das Genehmigungsverfahren nach dem Bundesimmissionsschutzgestz beim Staatlichen Amt für Umwelt und Natur Rostock (StAUN) gestellt werden, informiert Nawaro-Vorstand Felix Hess auf SVZ-Nachfrage. “Wir wollten zunächst den Stadtvertreterbeschluss abwarten, bevor wir den Antrag stellen”, sagt er. Hess rechnet mit einer Verfahrensdauer von zwei Monaten.

Mit großer Mehrheit hatten die Stadtvertreter vergangene Woche den Abwägungen der Stellungnahmen der Öffentlichkeit und der Behörden zum Bebauungsplan sowie der Änderung des Flächennutzungsplanes für die Errichtung des südlich der Landesstraße 142 nach Strenz geplanten Bioenergieparks zugestimmt. Protestschreiben von Strenzer und Suckower Bürgern, die unter anderem 261 Unterschriften gegen das Großvorhaben gesammelt hatten, waren in die Beschlussvorlagen eingeflossen. Die Anwohner in unmittelbarer Nähe des Bioenergieparks fürchten vor allem Lärm- und Geruchsbelästigungen. Auch erwarten sie eine wesentliche Erhöhung des Verkehrsaufkommens, um die Anlage mit Biomasse zu beliefern. Nach Berechnungen der Stadt Güstrow und der Nawaro Bioenergie AG wird sich das Verkehrsaufkommen auf den Hauptzufahrtsstraßen von Güstrow um 106 Lastwagen pro Tag erhöhen.

Für Nawaro-Vorstand Hess eine vertretbare Größenordnung. Er ist zuversichtlich, dass der Bioenergiepark das Genehmigungsverfahren des StAUN problemlos meistern wird. Denn: “Für unseren technisch baugleichen Park in Penkun liegt der Vorbescheid bereits vor”, so Hess. Noch diesen Monat soll Baustart sein.

Anders als in Güstrow ist in Penkun die landwirtschaftliche Versorgung mit Maissilage, Getreide und Gülle auch schon vollständig vertraglich gesichert. Doch mit dem eindeutigen Stadtvertreterbeschluss sei jetzt ein positives Signal gegeben worden. “Die Landwirte haben nun die Sicherheit, dass der Park auch wirklich gebaut wird”, ist Hess überzeugt. “Der Weg ist frei.”

Voraussichtlich im August oder September will Nawaro im Norden Güstrows anfangen zu bauen. Das Unternehmen hat bereits Mitarbeiter für den zukünftigen Standort eingestellt. So wird der Landwirt Klaus Löbert aus Groß Bützin ab sofort die Betreuung und die Vertragsverhandlungen mit den Landwirten vor Ort übernehmen. Demnächst sollen weitere landwirtschaftlich qualifizierte Mitarbeiter eingestellt werden. Im Herbst kommt das technische Personal zur Betreuung des Bioenergieparks hinzu. Bis zu 50 Arbeitsplätze will Nawaro so schaffen.

20. Februar 2006 E-Magazin der Bundesregierung

Biokraftstoffe: Chance für die ostdeutsche Landwirtschaft

Mit dem Klimawandel und der weltweiten Verteuerung von Gas und Öl steigt die Attraktivität regenerativer Brennstoffe. Ein Energielieferant der Zukunft ist die Biomasse.

Biomasse eignet sich zur Herstellung von Bio-Ethanol, also Kraftstoff aus Alkohol, oder von Biodiesel, einem Diesel aus Pflanzenöl. Biogas kann aus vergärter Biomasse gewonnen werden. Für BTL (“Biomass to Liquid”, zu deutsch “Biomasse zu Flüssigkeit”) wird anders als bei Biodiesel feste Biomasse wie Holz oder Stroh verwendet. Mit dem Klimawandel und der weltweiten Verteuerung von Gas und Öl steigt die Attraktivität regenerativer Brennstoffe. Ein Energielieferant der Zukunft ist die Biomasse. Biomasse eignet sich zur Herstellung von Bio-Ethanol, also Kraftstoff aus Alkohol, oder von Biodiesel, einem Diesel aus Pflanzenöl. Biogas kann aus vergärter Biomasse gewonnen werden. Für BTL (“Biomass to Liquid”, zu deutsch “Biomasse zu Flüssigkeit”) wird anders als bei Biodiesel feste Biomasse wie Holz oder Stroh verwendet.

Bundesregierung hat Weichen gestellt

Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hat die Bundesregierung bereits seit 2004 eine attraktive Mindestvergütung für Strom aus Biogas gesichert. Seither erhöht sich die Zahl der Biogasanlagen stetig. Die aktuell größte Anlage in Deutschland steht in Anklam in Mecklenburg-Vorpommern.

Deutschland liegt europaweit vorn

Nicht nur die Bundesregierung, auch die EU fördert erneuerbare Energien. Eine EU-Richtlinie hat für Biokraftstoffe einen Marktanteil von 2 Prozent im Jahr 2005 und von 5,75 Prozent im Jahr 2010 als Ziel festlegt. Ein Biomasse-Aktionsplan soll das Erreichen der Ziele für 2010 möglich machen. Erfolgreichstes Mitgliedsland ist bisher Deutschland. Hierzulande wird mit Abstand das meiste Biodiesel in Europa herstellt. Bereits 5 Prozent werden davon dem normalen Diesel an der Tankstelle beigemischt.

Hauptprofiteur: Ostdeutschland

Eine besondere Chance bedeuten die Entwicklungen in der EU für die Bauern in den ostdeutschen Bundesländern – egal ob sich letztendlich Biodiesel, Bioethanol oder BTL-Kraftstoff durchsetzen wird. Denn für deren Herstellung benötigt man immer große Mengen Biomasse und für die wiederum ausgedehnte Anbauflächen.

Die ostdeutschen Landwirte profitieren entscheidend von der Größe der Betriebe, die ihren Ursprung in den landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften der DDR hat: Während der westdeutsche Landwirt im Schnitt 45 Hektar bearbeitet, sind es in Mecklenburg-Vorpommern 248 Hektar. Die Produktivität der Bauern in diesem Bundesland liegt um 50 Prozent über dem Gesamtdurchschnitt.

Bei der Produktion von Biomasse liegt Mecklenburg-Vorpommern entsprechend ganz vorne. Das Land verarbeitet marktführend Raps zu Öl. In dem Biopark in Anklam, Vorpommern, treiben fünf Anlagen jeweils einen 500-Kilowatt-Generator an. Der so erzeugte Strom wird in das Netz des Stromversorgers e.on eingespeist. Mit der Abwärme werden rund 1.000 Haushalte beheizt.

Die Leipziger Nawaro Bioenergie AG plant in diesem Jahr bei Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern einen Energiepark mit 40 Anlagen à 500 Kilowatt. Dabei handelt es sich um Investitionen von 70 bis 80 Millionen Euro.

Neues Biodiesel-Werk in Rostock

Von den weitläufigen Rapsfeldern in Mecklenburg-Vorpommern profitiert auch die Biodiesel-Produktion. Im Februar 2006 hat die Firma Biopetrol Rostock GmbH im Rostocker Seehafen den Grundstein für ein Biodiesel-Werk gelegt. Es soll noch im Herbst dieses Jahres in Betrieb gehen.

Landeswirtschaftsminister Otto Ebnet nennt die Vorzüge des Standorts: “Direkt neben dem Ölhafen mit Großtanklager hat das Unternehmen hier optimale Bedingungen für die Belieferung mit Rohstoffen, die Lagerung und den Transport.” Etwa 50 neue Arbeitsplätze werden hier entstehen.

Für den Schweizer Mutterkonzern Biopetrol Industries ist dies der zweite Standort in Ostdeutschland: In Schwarzheide in Brandenburg produziert eine weitere Anlage bereits 150.000 Tonnen Biodiesel. In den vergangenen vier Jahren hat das Wirtschaftsministerium des Landes den Bau von Ölmühlen und Biodieselanlagen mit knapp 12 Millionen Euro gefördert.

Zukunft Biotechnologie

Ein weiteres Paradebeispiel für biotechnologische Innovation findet sich im sächsischen Freiberg. Die dort ansässige Choren Industries GmbH hat den so genannten “SunDiesel” entwickelt. Das ist ein BTL-Kraftstoff, der aus fester Biomasse gewonnen wird. Holz, Stroh oder auch Klärschlamm lassen sich mit der weltweit führender Technologie in schwefel- und aromatenfreies Diesel oder Benzin umwandeln. 130 Personen arbeiten an der Umsetzung der Technologie – Tendenz steigend.

SunDiesel ist in üblichen Dieselmotoren uneingeschränkt nutzbar. Volkswagen, die Deutsche Bahn und DaimlerChrysler haben den Kraftstoff bereits erfolgreich getestet.

Dem Entwickler und Gründer des Unternehmens Bodo Wolf ist der Sonderpreis für den Ökomanager des Jahres 2005 verliehen worden. Seit 1990 wird dieser Preis vom Wirtschaftsmagazin Capital und der Umweltstiftung WWF (World Wide Fund For Nature) vergeben.

6. Februar 2006 Schweriner Volkszeitung

Thema Bioenergiepark

“Pro und Kontra zu Biogasanlagen” lautet des Thema eines öffentlichen Stammtisches von SVZ und Unternehmerverband am 15. Februar, 19 Uhr, im Hotel “Stadt Güstrow”.

Hintergrund ist der geplante Bau von Anlagen an mehreren Orten im Kreis: Bützow, Güstrow, Teterow. Diskussionsgrundlagen geben Referate von Hans-Joachim Meier, Staatliches Amt für Umwelt und Natur, Felix Hess, Vorstand Nawaro BioEnergie AG, die die Güstrower Anlage bauen will, und Regina Rinas, Leiterin des Amtes für Landwirtschaft Bützow. Eingeladen sind auch die Bürgerinitiativen Suckow und Strenz.