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31. Dezember 2005 Pressemitteilung
NAWARO® BioEnergie Park in Güstrow
Zu unserem geplanten NAWARO® BioEnergie Park sowie dem NAWARO DüngerWerk am Standort Güstrow möchten wir wie folgt informieren:
Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Güstrow hat am gestrigen Tag (30. März 2006) den Beschluss über den Bebauungsplan nach § 33 BauGB zur Ausweisung eines Sondergewerbegebietes für den NAWARO® BioEnergie Park Güstrow unter Abwägung der Einwände von Bürgern und Behörden gefasst. Das Genehmigungsverfahren nach BImSchG wird damit unverzüglich beginnen. Mit dem Bau des NAWARO® BioEnergie Parks in Güstrow wird damit voraussichtlich im August/September 2006 beginnen. Unserem technisch baugleichen Park in Penkun (Kreis Uecker-Randow) liegt der Vorbescheid vor. Der NAWARO® BioEnergie Park in Penkun wird im April 2006 in Bau gehen, auch die landwirtschaftliche Versorgung dort ist vollständig vertraglich gesichert.
Weiter weisen wir darauf hin, dass wir alternativ zu den bei den Landwirten bereits bekannten Liefervertrag für Maissilage (Bonusvertrag) auch eine Vertragsvariante mit einem Festpreis i.H.v. 25,- €/to. anbieten. Auch dieser Vertrag beinhaltet diverse an die Bedürfnisse der Landwirtschaft angepasste Nebenleistungen (Transport durch NAWARO, Lieferflexibilität 80-120 % je nach Erntejahr, Kaution für Energiepflanzenbeihilfe wird gestellt, auf Wunsch wird das Saatgut von NAWARO gestellt etc.). Dieser Vertrag entspricht dadurch einem Bruttopreis von ca. 30 €/to. Maissilage. Außerdem kann z.B. ein Teil der Bewirtschaftung (Erntekette, Silierung etc.) durch NAWARO übernommen werden.
Die Versorgung unseres NAWARO® BioEnergie Parks in Güstrow ist teilweise bereits vertraglich gesichert, jedoch noch nicht vollständig. Wir freuen uns weiter über Kontaktaufnahme durch weitere interessierte Landwirte sowie Lohn- und Handelsunternehmen.
15. Dezember 2005 Schweriner Volkszeitung
Region wird wirtschaftlich belebt
Im Norden Güstrows will die Nawaro Bioenergie AG den bisher größten bekannten Bioenergiepark mit einer Biogasanlage und einem Düngemittelwerk realisieren. […] SVZ sprach mit Felix Hess, Nawaro-Vorstandsmitglied, über das Vorhaben und den aktuellen Planungsstand.
70 Prozent des Gesamtbedarfs der Biogasanlage brauchen Sie im Vorfeld vertraglich zugesichert, um das Großvorhaben realisieren zu können. Bis Dezember wollten Sie soweit sein. Ist es geschafft?
Felix Hess: Nein, das haben wir nicht geschafft. Aber ich bin zuversichtlich, dieses Ziel bis Ende Januar zu erreichen. Wir brauchen immer noch 70 Prozent, nur die Zeitschiene hat sich verändert. Aber als vorsichtiger Unternehmer habe ich ein Zeitpuffer eingebaut. In der Summe benötigen wir bis zu 60 Landwirte, die die Rohstoffe – Maissilage, Getreide und Gülle – liefern. 20 vor allem große Landwirtschaftsbetriebe haben wir bereits vertraglich gebunden. Das entspricht rund 35 Prozent, also der Hälfte, die ich zur Realisierung des Projektes brauche.
Mitte 2006 sollte der Bau der Anlage in Güstrow beginnen. Kommt ihr Zeitplan jetzt durcheinander?
Felix Hess: Mitte 2006 ist auch weiterhin absolut erreichbar. Allerdings unter der Voraussetzung, dass aus der Bürgerbeteiligung keine Einsprüche kommen, die aus Verfahrensfehlern resultieren. Ursprünglich wollten wir Güstrow als ersten Standort realisieren und unser zweites Vorhaben in Penkun danach. Jetzt geht es allerdings zunächst im März in Penkuhn los. Hier gibt es weniger Bedenken, weil wir auf einer ausgewiesenen Gewerbefläche bauen. Auch unsere Verhandlungen mit den Landwirten sind hier weiter. Die Landwirte spielen eine Schlüsselrolle.
Sind die Bauern in der Güstrower Region so schwer zu überzeugen? Was ist der Knackpunkt?
Felix Hess: Viele Landwirte haben intensiv darüber nachgedacht, ob unser Vertrag für sie langfristig gewinnbringend ist. Aber immer mehr entscheiden sich für eine Zusammenarbeit, weil sie die Vorteile sehen. Durch die festgelegten Mindestpreise, zu denen noch der Bonus für Gasertrag und Auslastung kommt, bleibt der züchterische Fortschritt, durch den die Flächenerträge steigen, komplett beim Landwirt. Durch den Vertrag mit seinen Anzahlungen und Nebenleistungen lassen sich die Betriebe zudem finanziell stabilisieren. Der Knackpunkt ist die Unsicherheit vieler Landwirte, ob sie in Zukunft mit diesem Vertrag Geld verdienen können. Ich habe Verständnis dafür, dass dieser Prozess einige Monate dauert, weil es eine wichtige Entscheidung ist. Ich glaube aber auch, dass es eine große Chance für die Landwirte ist. Wir haben den Ball auf den Elfmeter-Punkt gelegt. Die Bauern müssen ihn jetzt nur noch reinschießen.
Seit Bekanntwerden Ihrer Pläne, einen Bioenergiepark zu bauen, ist viel Protest laut geworden. Vor allem Anwohner befürchten Lärm- und Geruchsbelästigungen. Was sagen Sie den Gegnern der Anlage?
Felix Hess: Wir befinden uns mit der Bürgerbeteiligung in einem demokratischen Prozess. Hier können die Leute ihre Ängste äußern. Mir ist es lieber, vorher davon zu erfahren, als später angegriffen zu werden. Ich verstehe die Ängste, kann aber den Bedenkenträgern versichern, dass die Anlage weder stinken noch Lärm verbreiten wird. Zudem bin ich davon überzeugt, dass der Wert der Grundstücke eher steigen wird, weil durch den Bioenergiepark viel Geld nach Güstrow kommt und die Region wirtschaftlich belebt wird.
Es handelt sich um das bisher größte Projekt der Nawaro BioEnergie AG. Es gibt nichts Vergleichbares. Wie können sie da den Erfolg garantieren?
Felix Hess: Es ist richtig, dass bisher nichts Vergleichbares in dieser Größenordnung existiert. Aber die Technologie ist nicht neu und hat sich bewährt. Den Erfolg garantiere ich durch das große technische Knowhow unserer Mitarbeiter.
11. November 2005 Schweriner Volkszeitung
Konkurrenz für Güstrows Biopark
Der in Güstrow geplante Bioenergiepark bekommt Konkurrenz in Bützow. In einem Jahr soll hier eine Biogasanlage in Betrieb gehen. Zurzeit laufen Verhandlungen mit Landwirten.
Die ersten Maschinen sind bestellt, im Mai 2006 sollen sie geliefert werden. Auf einer 15000 Quadratmeter großen Fläche hinter dem Heizwerk in der Kühlungsborner Straße soll die Anlage zur Vergärung von Biomasse entstehen. Aus dem produzierten Biogas wird Strom erzeugt.
Vier neue Unternehmen für Anlage gegründet
Die GF Energy Consult aus Vechta hat in Bützow extra vier Unternehmen gegründet. Biogas Bützow GmbH & Co KG 1 bis 4 heißen diese Firmen. Peter Dethloff, Geschäftsführer der Bützower Wärme GmbH, die Betreiber der Anlage werden soll, erklärt diesen Konstrukt so: “Eine Leistung von 2000 Kilowatt soll die Anlage insgesamt haben. Da es bei Modulen bis 500 Kilowatt mehr Geld für den Strom gibt, wurden vier Firmen gegründet. Die elektrische Leistung wird also aufgeteilt.”
Geschäftsführer von Biogas Bützow ist übrigens Günter Schlotmann von der GF Energy Consult. Dethloff und Schlotmann verhandeln gegenwärtig mit Landwirten aus der Region über die Zulieferung von Biomasse. “In erster Linie reden wir über Mais”, so Dethloff. Langfristige Verträge, mindestens zwölf bis 15 Jahre, besser 20 Jahre, müssten geschlossen werden. Ohne diese Verträge gäbe es keine Kredite für den Bau der Anlage.
In die Quere kommt den Bützower Investoren dabei der geplante Bau eines großen Bioenergieparks in Güstrow (SVZ berichtete). Auch die Investoren der Nawaro Bioenergie AG in der Barlachstadt werben um hiesige Landwirte. In Bützow solle jedoch lediglich Biomasse aus dem direkten Umkreis aufgekauft werden, so Dethloff. Die Gespräche mit den Bauern würden positiv verlaufen. Bis Jahresende wolle man die Verträge abschließen. Das Genehmigungsverfahren läuft bereits. Dethloff rechnet mit einem Baubeginn im Frühjahr 2006. Im Oktober könnte die Anlage in Betrieb gehen. Die Bützower Wärme GmbH will in der Biogasanlage anfallende Wärme in ihr eigenes Fernwärmenetz einspeisen.
15. Oktober 2005 Schweriner Volkszeitung
Energiepark nimmt erste Hürde
Das geplante Großvorhaben Bioenergiepark in Güstrow (SVZ berichtete) hat seine erste Hürde im Hauptausschuss der Stadt genommen. Einstimmig segneten die Mitglieder am Donnerstagabend eine Änderung des Flächennutzungsplans sowie einen Aufstellungsbeschluss für das Vorhaben ab.
Für die Ansiedlung des Bioenergieparks südlich der Landesstraße 142 nach Strenz muss der Flächennutzungsplan geändert werden. Die bisher landwirtschaftlich genutzte 15 Hektar große Fläche im Norden Güstrows wird damit in ein “Sondergebiet Bioenergiepark” umgewandelt. Dafür hat der Hauptausschuss jetzt die Voraussetzungen geschaffen. Der Beschluss muss allerdings noch von der Stadtvertretung am 27. Oktober bestätigt werden.
Fläche im Norden Güstrows als Sondergebiet deklariert
Die Ausweisung der Fläche als Sondergebiet sichert eine Nutzung nur zu diesem Zweck, heißt es in der Beschlussvorlage. Damit wird ausgeschlossen, dass bei Nichtansiedelung eines Bioenergieparks eine andere gewerbliche Nutzung an dieser Stelle erfolgt.
Jane Weber, Leiterin des Stadtentwicklungsamtes, erläuterte Donnerstagabend, warum man sich für den Standort im Norden Güstrows entschieden habe. Demnach seien die Nähe zum Umspannwerk zur Einspeisung des Stroms, die ausreichende Entfernung zur Wohnbebauung und die verkehrsgünstige Lage ausschlaggebend gewesen. Da die Mehrzahl der Ackerflächen im nördlichen Umkreis Güstrows liege, würde der Verkehr im Stadtgebiet nicht zusätzlich belastet. Bis zu 40 Lastwagen müssen täglich den Bioenergiepark mit Mais, Roggen und Gülle beliefern. “Es wird sich allerdings nicht vermeiden lassen, dass einige davon auch durch die Stadt fahren müssen”, so Jane Weber.
Gute Standortfaktoren gaben Ausschlag
Die Nawaro Bio Energie AG aus Leipzig, die die Anlage in Güstrow errichten will, habe im Vorfeld acht bis zehn unterschiedliche Standorte in Brandenburg und Mecklenburg für das Vorhaben ins Auge gefasst, so Jane Weber. Zudem seien überall Gespräche mit landwirtschaftlichen Erzeugern geführt worden. Die guten Standortbedingungen Güstrows hätten schließlich den Ausschlag gegeben. Die Fläche, auf der die Bioenergieanlage gebaut werden soll, ist im Eigentum des Landes, des Bundes und des landwirtschaftlichen Unternehmens Sarmstorf. Die Nawaro Bio Energie AG steht zurzeit in Verhandlungen, um die Flächen zu pachten.
14. Oktober 2005 Schweriner Volkszeitung
Größter Bio-Energiepark entsteht in Güstrow
In Güstrow kündigt sich im Norden der Stadt der Bau eines Bioenergieparks und eines Düngemittelwerks an. Für Bürgermeister Arne Schuldt ist ein Baubeginn für den Bioenergiepark im Mai 2006 realistisch, wenn die Stadtvertretung auf der Sitzung am 27. Oktober die endgültigen Weichen stellt.
Die Investoren kommen aus mehreren Teilen Deutschlands und haben sich in der “Nawaro-Bioenergie AG” Leipzig zusammengeschlossen. Bürgermeister Schuldt sieht in dem Vorhaben die Möglichkeit mit einer Investition von 60 bis 70 Millionen Euro für den Bioenergiepark mindestens 20 bis 30 Arbeitsplätze zu schaffen und Firmen in der Region Aufträge zu geben.
Der Park soll in Modulbauweise entstehen und aus 40 Anlagen á 500 KW bestehen. Damit wäre dieser Park um ein Vielfaches größer als die gerade in Betrieb gegangene Anlage in Anklam. Die Investoren wählten Güstrow wegen der guten Infrastruktur aus. Dazu zählt auch, dass in der Stadt drei Netzbetreiber ideale Bedingungen bieten, den erzeugten Strom ins örtliche bzw. überörtliche Netz zu speisen.
In der Folge soll ein Jahr später eine weitere Investition realisiert werden, ein Düngemittelwerk. Das ergibt sich aus dem Bioenergiepark, in dem durch die erneuerbaren Rohstoffe Mais, anteilig Roggen und Gülle Strom erzeugt werden soll. Die Abfallprodukte – in diesem Fall überwiegend Gärreste – sollen in dieser Fabrik verarbeitet werden. Rund 60 000 Tonnen Düngemittel sollen hergestellt werden.
13. Oktober 2005 Schweriner Volkszeitung
Millionen-Investition für Bioenergiepark in Güstrow
In Güstrow kündigt sich für 2006 und 2007 der Bau eines Bioenergieparks und eines Düngemittelwerks an. Auf der heutigen Hauptausschusssitzung wird die Stadtvertretung Güstrow die ersten Schritte für diese Investitionen beraten.
Notwendig sind allerdings auch noch Umweltgutachten. Mit Widerstand ist eventuell zu rechnen, weil die Anlagen geräusch- und geruchsintensiv arbeiten. Außerdem werden rund 350 000 Tonnen Rohmaterial übers Jahr angeliefert, ebenfalls eine Belastung.
Schuldt sieht in dem Vorhaben die Möglichkeit mit einer Investition von 60 bis 70 Millionen Euro für den Park mindestens 20 bis 30 Arbeitsplätze zu schaffen und Firmen in der Region Aufträge zu geben. Auf 12 bis 15 Hektar sollen 40 Anlagen á 500 KW entstehen. Damit wird die gerade in Betrieb gegangene Anlage in Anklam, die Mitarbeiter der Verwaltung und Stadtvertreter vor 14 Tagen besuchten, um ein Vielfaches übertroffen. Realistisch ist für Schuldt ein Baubeginn im Mai 2006.
Das ist auch Wunsch der Investoren. Die kommen aus ganz Deutschland und haben sich in der Nawaro-Bioenergie AG Leipzig zusammengeschlossen. Bürgermeister Schuldt ist zuversichtlich, dass die Investition auch funktioniert. “Natürlich sind wir durch Stropoly gebrannte Kinder in Güstrow, aber hier verhält es sich doch anders. Während bei Stropoly die Vermarktung der Baustoffe nicht gewährleistet war, ist die Abnahme von Strom aus erneuerbaren Energien in die Stromnetze inzwischen gesetzlich verankert”, so Schuldt.
Mit drei Netzbetreibern in Güstrow sieht er einen weiteren idealen Faktor für das Vorhaben. Ein Jahr später könnte eine weitere Investition realisiert werden, ein Düngemittelwerk. Das ergibt sich aus dem Park, in dem mit den erneuerbaren Rohstoffen Mais, anteilig Roggen und Gülle Biogas erzeugt werden soll. Die Fabrik soll dann 60 000 Tonnen Düngemittel liefern.
12. Oktober 2005 KVG Schleswig
Biogas — Millionen-Investition für Bioenergiepark in Güstrow
In Güstrow kündigt sich für 2006 und 2007 der Bau eines Bioenergieparks und eines Düngemittelwerks an.
Auf einer Hauptausschusssitzung der Stadtvertretung in der vergangenen Woche wurden mit dem Aufstellungsbeschluss sowie dem Entwurfs- und Auslegungsbeschluss für den Bebauungsplan die ersten Schritte für dieses Vorhaben beraten. Auf 12 bis 15 Hektar sollen 40 Biogasanlagen á 500 KW entstehen. Damit wird die gerade in Betrieb gegangene Anlage in Anklam (wir berichteten) um ein Vielfaches übertroffen. Die Investitionssumme beträgt 60 bis 70 Millionen Euro. Realistisch ist ein Baubeginn im Mai 2006. Das ist auch Wunsch der Investoren. Sie kommen aus ganz Deutschland und haben sich in der Nawaro-Bioenergie AG Leipzig zusammengeschlossen. Nach der Errichtung des Bioenergieparks soll mit dem Bau eines Düngemittelwerks eine weitere Investition realisiert werden.